Marine stoppt selbstgebautes Drogen-U-Boot im Pazifik
publiziert: Donnerstag, 17. Jul 2008 / 13:34 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Jul 2008 / 15:12 Uhr

Mexiko-Stadt - Die mexikanische Marine hat im Pazifik vor der Küste des Bundesstaates Oaxaca ein U-Boot aufgebracht, das rund zehn Tonnen Kokain aus Kolumbien transportierte.

Das U-Boot war mit 10 Tonnen Kokain beladen. (Archivbild)
Das U-Boot war mit 10 Tonnen Kokain beladen. (Archivbild)
Mit Helikopter-Unterstützung und Booten wurde das U-Boot in einem Grosseinsatz aufgebracht, wie ein Sprecher des Marineministeriums am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Die vierköpfige Besatzung des zehn Meter langen Gefährts ergab sich kampflos und wurde festgenommen.

Wie die mexikanischen Medien unter Berufung auf die Behörden weiter berichteten, wurde das grün angestrichene Mini-U-Boot rund 200 Kilometer vor der Küste entdeckt, als es auftauchen musste.

In Russland gebaut

Nach Angaben der Marine können die aus Kolumbien stammenden U-Boote bis zu zehn Tonnen Drogen transportieren. Gebaut würden die Schiffe in Russland. Die kolumbianische Armee beschuldigt die marxistischen kolumbianischen FARC-Rebellen der Einfuhr der U-Boote. 2006 seien erstmals drei dieser U-Boote beschlagnahmt worden.

Mexiko ist eine Drehscheibe im Drogenhandel zwischen Kolumbien und den USA. Das Land hat 36'000 Soldaten im Kampf gegen den Drogenhandel mobilisiert, weil die Polizei mit dem Problem überfordert und teilweise selbst von Drogenschmugglern unterwandert ist.

(fest/sda)

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