Markus Reinhardt hat sich erschossen
publiziert: Donnerstag, 28. Jan 2010 / 18:37 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 28. Jan 2010 / 19:10 Uhr

Chur - Der WEF-Sicherheitschef und Bündner Polizeikommandant Markus Reinhardt hat sich am Dienstagmorgen in Davos mit der Dienstwaffe das Leben genommen. Sein Alkoholproblem war laut Regierungsrätin Barbara Janom Steiner nicht der Grund für den Freitod.

Markus Reinhardt war nicht zu der Besprechung mit der Justizdirektorin erschienen.
Markus Reinhardt war nicht zu der Besprechung mit der Justizdirektorin erschienen.
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Rechtsmedizinische Untersuchungen ergaben, dass der Tod des Bündner Polizeikommandanten nicht durch Fremdverschulden verursacht wurde.

Markus Reinhardt habe sich am Dienstag zwischen 06.30 und 07.45 Uhr in seinem Hotelzimmer mit seiner Dienstwaffe das Leben genommen, sagte Maurus Eckert, Mediensprecher der Bündner Staatsanwaltschaft.

Gespräch über Alkoholprobleme

Einen Tag vor der WEF-Eröffnung tot aufgefunden wurde der 61-jährige Polizeikommandant von zwei Mitarbeitern seiner Vorgesetzten, Justizdirektorin Barbara Janom Steiner.

Sie hatte den WEF-Sicherheitschef in der Hotel-Lobby für eine Besprechung erwartet, wie Janom Steiner vor den Medien in Chur erklärte.

Am Treffen wäre auch das Alkoholproblem des Kommandanten zur Sprache gekommen, von dem die Regierungsrätin im Mai 2008, kurz nach ihrem Amtsantritt, in Kenntnis gesetzt wurde.

Zusammenhang nicht erwiesen

Janom Steiner hätte Reinhardt dabei möglicherweise die Verantwortung entzogen. Sie habe diesen Schritt erwogen, falls sich der Verdacht erhärtet hätte, dass der Kommandant alkoholisiert in der Einsatzzentrale erschienen sei, sagte Janom Steiner.

Ein Zusammenhang zwischen dem Freitod und der Alkoholabhängigkeit sei aber nicht erwiesen, sagte die Regierungsrätin. «Wir wissen nicht, welche Gründe Markus Reinhardt dazu bewogen haben, sich das Leben zu nehmen», betonte sie. Hinweise auf das tragische Ereignis habe es nicht gegeben.

(bert/sda)

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