Martina Hingis: Nichts zu verlieren
publiziert: Sonntag, 4. Dez 2005 / 11:41 Uhr

Viel ist spekuliert worden, seit Martina Hingis ihr Comeback angekündigt hat. Zwei Fragen stehen im Vordergrund: Welches Niveau kann sie wieder erreichen? Setzt sie ihren guten Ruf aufs Spiel?

Das Interesse an Hingis' Comeback ist gewaltig.
Das Interesse an Hingis' Comeback ist gewaltig.
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Nur die Zeit wird die erste Frage beantworten können. Falls Hingis´ anfällige Füsse von Unbill verschont bleiben und sie konditionell ihr Niveau früherer Jahre noch steigern kann, ist vieles möglich.

Spielerisch kann auch heute wohl niemand ausser Justine Henin-Hardenne jener Spielerin das Wasser reichen, die das Frauentennis Ende des letzten Jahrtausends in eine neue Dimension führte.

Wer am Samstag an der Medienkonferenz Martina Hingis´ leuchtende Augen gesehen hat, sollte die zweite Frage mit einem klaren «Nein» beantworten.

Eigentlich dürfte sie sich aber aus Respekt vor den Qualitäten einer Jahrzehnt-Sportlerin gar nicht stellen: Martina Hingis hat durch Talent, Arbeit und mentale Stärke mehr erreicht als je ein Sportler dieses Landes, ehe Roger Federer kam.

Alle ihre Erfolge waren Produkte der hervorragenden Arbeit eines kleinen Teams und wären ohne Verzicht auf vieles nicht möglich gewesen.

Nur sich selbst Rechenschaft schuldig

Früher musste Martina Hingis niemanden fragen, ob es denn nun genehm sei, dass sie auf vieles verzichte, um dereinst die Nummer 1 zu werden. Heute ist sie erst recht niemandem Rechenschaft schuldig ausser sich selber.

Vielmehr sollten sich von der WTA-Tour über die Anhänger von ästhetischem Tennis bis hin zum allgemeinen Sportkonsumenten alle freuen.

Viele Parteien können mit diesem Comeback gewinnen, eine hat den Anfang schon gemacht: Martina Hingis hat den wichtigsten Sieg errungen, den über sich selbst. Sie kann noch viel mehr gewinnen, verlieren kann sie nichts.

(von Marco Keller/Si)

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Martina Hingis an der Pressekonferenz.
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