Tennis: WTA-Turnier in Tokio
Martina Hingis besiegte Monica Seles im Final von Tokio
publiziert: Sonntag, 3. Feb 2002 / 08:16 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 3. Feb 2002 / 14:08 Uhr

Tokio - Martina Hingis hat das WTA-Turnier von Tokio gewonnen. Die topgesetzte Weltranglisten-Vierte setzte sich im Final gegen die US-Amerikanerin Monica Seles in drei Sätzen mit 7:6 (8:6) 4:6 und 6:3 durch. Damit hat Hingis die erste Turniertranche des Jahres mit ihrem 40. Titelgewinn abgeschlossen.

Martina Hingis besiegte ihre Gegnerin Monica Seles in 98 Minuten.
Martina Hingis besiegte ihre Gegnerin Monica Seles in 98 Minuten.
Nach dem Erfolg in Sydney war dies für die 21-jährige Ostschweizerin bereits der zweite Turniersieg der noch jungen Saison. Einzig in Melbourne, im allerdings wichtigsten Turnier, fehlte ein lumpiges Pünktchen gegen Jennifer Capriati zum Triumph. In Japan zeigte sich langjährige Nummer 1 der Welt aber ob des Rückschlags unbeeindruckt.

Das "Pan Pacific Open", das für Hingis auf Grund von Sponsorenverpflichtungen zum fixen Programm gehört, zählt für sie ohnehin zu den ergiebigsten Turnieren: Seit 1997 stand sie durchwegs im Final, nach 1997 (w.o. gegen Steffi Graf), 1999 (Sieg gegen Amanda Coetzer) und 2000 (Sandrine Testud) stemmte sie am Sonntag die Siegertrophäe zum vierten Mal in die Höhe.

Ebenso erfolgreich war Hingis bislang nur in Filderstadt; an der Stätte ihres ersten Turniersiegs machte sie aber auch schon mit Negativerlebnissen Bekanntschaft: Im Stuttgarter Vorort musste sie schon zweimal die Spitzenposition in der Weltrangliste abgeben und im Vorjahr zog sie sich dort den Bänderriss zu, der sie zu einer dreimonatigen Pause zwang.

Von Nachwehen der Verletzungs war in den letzten Wochen nichts mehr zu spüren; dass auch die Fitness stimmt, musste jetzt Monica Seles erfahren. Gegen die gebürtige Serbin verbesserte Hingis die Head-to-head-Bilanz auf 14:4 Siege. In diesem Jahr entschied sie innerhalb von einer guten Woche beide Duelle für sich.

Am Sonntag war wichtig, dass Hingis sich vom Verlust des zweiten Satzes nicht beirren liess, sondern anschliessend sofort wieder auf 3:0 davon zog und dann den Vorsprung konservieren konnte. "Im ersten Satz war ich etwas glücklicher und im dritten Satz habe ich es durchziehen können", erklärte Hingis, die im Tiebreak des Eröffnungsdurchgangs ein 1:5 wettgemacht hatte.

Dritter Traumstart gegen Farina Elia

Den Halbfinal hatte Hingis problemlos 6:0, 6:4 gegen Silvia Farina Elia gewonnen. Seles sorgte mit einem 6:3, 3:6, 6:3 gegen Anna Kurnikowa dafür, dass sich das wieder leichten Aufwärtstrend zeigende Moskowiter Glamourgirl den Traum vom ersten Titel vorerst nicht erfüllen konnte.

Gegen Farina, die ehemalige Interclub-Spielerin von Lido Luzern, beginnt die Ostschweizerin meistens sehr gut. Zum dritten Mal hintereinander gewann Hingis einen Startsatz zu Null. Der vierte Sieg in Serie gegen die Allrounderin ohne echten Gewinnschlag blieb auch anschliessend ungefährdet. Farinas einziger Erfolg gegen die Schweizerin datiert aus dem Jahre 1996.

Keine Turniere im Mittleren Osten

Im Gegensatz zum Vorjahr unterzieht sich nun Hingis keinen unnötigen Strapazen und verzichtet auf die kleinen Events in Doha und Dubai, die ihr ausser zwei angesichts ihres umfangreichen Palmarès unbedeutenden Titeln sportlich nichts brachten. Ende Monat beginnt in Scottsdale, Arizona (USA), die Vorbereitung auf den ersten Teil der Hartplatzsaison mit dem Höhepunkt Key Biscayne. Vor Martina Hingis in dieser Form dürften alle Gegnerinnen nun gewarnt sein.

(sk/sda)

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