Schlitteln
Martina Kocher mit höheren Zielen
publiziert: Donnerstag, 27. Nov 2014 / 12:07 Uhr
Martina Kocher wird mit ihrem neuen Schlitten noch schneller düsen. (Archivbild)
Martina Kocher wird mit ihrem neuen Schlitten noch schneller düsen. (Archivbild)

Nach dem Rücktritt von Gregory Carigiet vertritt Martina Kocher die Schweizer Farben in der erweiterten Schlittel-Weltspitze nur noch allein. Die 29-jährige Bernerin will in der neuen Saison, die am Samstag in Igls (Ö) beginnt, häufiger in die Top 5 fahren.

Martina Kocher war nach ihrer dritten Olympia-Teilnahme und dem 9. Rang in Sotschi lange unsicher gewesen, ob sie ihre Karriere fortsetzen soll. Sie war hin- und hergerissen. Schliesslich sagte sie sich: «Jetzt, da die Rahmenbedingungen immer idealer werden, wäre es schade, den Bettel hinzuschmeissen.»

Konkurrenzfähiges Material

Kocher spricht davon, dass sie dank dem neuen Schlitten, den sie auf die letzte Saison erhalten habe, nun endlich über Material verfüge, mit dem sie konkurrenzfähig sei. Und im Bereich Betreuung zeichnet sich eine klare Verbesserung ab. Kocher darf sich weiterhin dem deutschen Team anschliessen, das weltweit die Massstäbe setzt. Zudem hat sie einen Plan entworfen, der sicherstellt, dass sie künftig bei wichtigen Rennen immer einen persönlichen Coach dabei haben kann, der über Befugnisse verfügt und ihr den Rücken stärkt.

«Trotz grosser deutscher Unterstützung hat bisher eine solche Person in entscheidenden Momenten gefehlt», erzählt Kocher. In diesem Winter teilen sich diesen Coaching-Job ihr Vater Heinz und der frühere Aktive Stefan Höhener, der ihr schon bei Olympia in Sotschi geholfen hat. In der Saison 2015/16 soll ihr dann ein Trainer zur Verfügung stehen, dessen Name sie noch nicht preisgeben möchte. Jedenfalls erhofft sich Kocher durch diesen personellen Support markante Fortschritte.

Optimismus dank Training

Wenn es nach Kocher geht, sollen sich die Neuerungen in dem Masse auszahlen, dass sie bald ihr Bestresultat im Weltcup (Rang 5) übertreffen und um Podestplätze mitkämpfen kann. Viel Optimismus schöpft sie aus den Trainings an den Winterspielen in Sotschi, in denen sie sich zur Medaillen-Kandidatin aufgeschwungen hat.

Positiv stimmt sie auch, dass die nächsten Weltmeisterschaften in Sigulda (Lett/Februar 2015) und am Königssee (De/2016) stattfinden. Auf diesen beiden Bahnen fühlt sich Kocher besonders wohl. Die Bernerin kann sich vorstellen, auch noch die Olympischen Spiele in Pyeongchang ins Visier nehmen. Spätestens im Frühjahr 2018 soll dann aber Schluss sein.

Programm:
14./15. Februar in Sigulda (Lett). - Weltcup. 29./30. November: Igls (Ö). 5./6. Dezember: Lake Placid (USA). 12./13. Dezember: Calgary (Ka). 3./4. Januar: Königssee (De). 17./18. Januar: Oberhof (De). 24./25. Januar: Winterberg (De). 31. Januar/1. Februar: Lillehammer (No). 21./22. Februar: Altenberg (De). 28. Februar/1. März: Sotschi (Russ/zugleich EM).

(awe/Si)

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