Masoni aus Spital entlassen
publiziert: Donnerstag, 13. Apr 2006 / 20:16 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 13. Apr 2006 / 20:34 Uhr

Lugano - Die Tessiner Regierungsrätin Marina Masoni (FDP) ist aus dem Spital von Lugano entlassen worden.

Marina Masoni war beim Eislaufen gestürtzt.
Marina Masoni war beim Eislaufen gestürtzt.
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Ihre Arbeit wird die Finanzdirektorin frühestens im Mai wieder aufnehmen können. Die Ärzte haben ihr mindestens zwei Wochen absolute Ruhe verordnet.

Nicht ausgeschlossen wird, dass sich Masoni nächste Woche im Spital einem vierten therapeutischen Eingriff an der verletzten Wirbelsäule wird unterziehen müssen, wie es in einem Communiqué des «Ospedale Civico» heisst.

Entmachtung während Abwesenheit

Masoni kann sich jedoch zu Hause in Lugano von den Folgen ihres Sturzes beim Eislaufen im Engadin erholen. Nach dem derzeitigen Stand des Heilungsprozesses wird sie voraussichtlich in der ersten Mai-Woche wieder arbeiten können. Damit wäre sie ziemlich genau zwei Monate arbeitsunfähig gewesen.

Während ihrer Abwesenheit war Masoni von ihren vier Regierungskollegen wegen einer Steueraffäre teilweise entmachtet worden: Die Leitung der Steuerabteilung wurde Erziehungsdirektor Gabriele Gendotti (ebenfalls FDP) übertragen.

CVP fordert Departementsrochade

Die dadurch entstandene Regierungskrise möchte die CVP mit einer Departementsrochade beenden. Gemäss CVP-Grossrat Fiorenzo Robbiani würden damit alle Beteiligten ihr Gesicht wahren.

Bedingung sei, dass Masoni und die übrigen vier Staatsräte sowie die FDP den Mut aufbringen, einen Schritt zurück zu machen, schrieb Robbiani am Donnerstag in einem Kommentar im «Corriere del Ticino» und im «Giornale del Popolo».

Robbiani fordert, dass die Departementsrochade so schnell wie möglich über die Bühne geht, damit die Regierung bis zum Ende der Legislatur im April 2007 wieder effizient arbeiten kann.

CVP-Staatsrat Luigi Pedrazzini ist laut Robbiani bereit, die Leitung des Justizdepartementes abzugeben - unter der Bedingung, dass auch die übrigen vier Staatsräte einer Rochade zustimmen.

(bert/sda)

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