Masoni darf sich der Wiederwahl stellen
publiziert: Sonntag, 4. Jun 2006 / 12:27 Uhr

Lugano - Die wegen einer Steueraffäre entmachtete Tessiner Finanzdirektorin Marina Masoni (FDP) darf sich im April 2007 zur Wiederwahl stellen.

Giovanni Merlini siehe keinen Grund der gegen eine Wiederwahl spreche.
Giovanni Merlini siehe keinen Grund der gegen eine Wiederwahl spreche.
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Für FDP-Präsident Giovanni Merlini gibt es keinen Grund, Masoni nicht auf die Wahlliste zu setzen.

Masoni habe als Finanz- und Wirtschaftsdirektorin in den letzten elf Jahren sehr gute Arbeit geleistet, sagte Merlini in einem Interview mit der Sonntagszeitung «il Caffè».

Merlini schliesst im übrigen nicht aus, dass Masoni dereinst wieder die Führung der Steuerabteilung übernehmen wird. Diese hat bis zum Ende der laufenden Legislatur Erziehungsdirektor Gabriele Gendotti (FDP) inne.

«Endgültig ist nur der Tod und die Steuern»

Auf die Frage, ob er die Entmachtung von Masoni als definitiv betrachte, antwortete Merlini: «Endgültig ist auf dieser Welt nur der Tod, und überdies die Steuern.»

Marina Masoni ist wegen einer Rückenverletzung, die sie sich am 3. März zugezogen hat, krank geschrieben. Aus diesem Grund wird sie auch nicht am Parteitag der Tessiner FDP vom kommenden Samstag teilnehmen können.

Wann sie wieder an ihren Arbeitsplatz im Regierungsviertel in Bellinzona zurückkehren wird, ist ungewiss.

Willkürlich und unverständlich

Masoni ist Mitte März in Abwesenheit von ihren vier Regierungskollegen entmachtet worden.

Die 48-jährige kritisierte ihre Degradierung als willkürlich und unverständlich. Masoni hat bereits mehrfach angekündigt, dass sie sich im nächsten April zur Wiederwahl stellen möchte.

Ob sie das darf, entscheidet die Partei.

(rr/sda)

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