'Massa erst kennen gelernt'
publiziert: Mittwoch, 27. Apr 2005 / 12:56 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 27. Apr 2005 / 13:25 Uhr

Hinwil - Jacques Villeneuve hat sich mit seinem sechsten Platz in Imola am vergangenen Wochenende etwas aus dem Schussfeld genommen. Der Sauberstar im Interview.

Jacques Villeneuve macht in diesen Tagen einen zufriedenen Eindruck.
Jacques Villeneuve macht in diesen Tagen einen zufriedenen Eindruck.
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Sie haben in Imola Ihre ersten WM-Punkte fur SAUBER PETRONAS geholt. Wie fühlen Sie sich mit etwas Distanz zum Rennen?

Jacques Villeneuve: Ich fühle mich grossartig, weil wir in diesem Rennen unsere Chancen bestens genutzt haben. Das Team hatte eine optimale Strategie entwickelt, und die Boxenstopps liefen sehr gut ab. Vor allem aber erlaubte es mir die geanderte Charakteristik des C24, zum ersten Mal richtig aggressiv zu fahren.

War das eine grosse Erleichterung nach den ersten drei schwierigen Rennen?

Ich hatte nie Zweifel, aber ich denke, dass dieses Resultat jedermann positiver stimmt und dass dies das Leben generell einfacher machen wird.

Woher kam dieser markante Fortschritt in Imola?

Da gab es mehrere Gründe. Ein sehr wichtiger war zweifelsohne das neue Aero-Paket, das sowohl in Bezug auf die Performance wie auch Stabilität einen sehr grossen Schritt darstellte. Zudem hatten wir bei der mechanischen Abstimmung mehr Spielraum als bei den bisherigen Rennen, so dass letztlich das Auto mehr meinem Wunsch entsprach.

Glauben Sie, dass noch mehr in diese Richtung kommen wird?

Absolut, da ist noch eine Menge Potenzial! Das war nur der erste Schritt mit der neu programmierten Traktionskontrolle. Ich bin sicher, dass wir sie noch weiter optimieren konnen. Wir testen diese Woche in Fiorano, und einer der Punkte wird dabei die Weiterentwicklung der Traktionskontrolle darstellen.

Erwarten Sie fur Barcelona ein ähnlich gutes Resultat?

Das weiss ich nicht. Barcelona besitzt eine ganz andere Streckencharakteristik als Imola, und wir waren dort beim letzten Test nicht sehr gut. Aber wir hatten damals auch das neue Aerodynamik-Paket noch nicht zur Verfugung. Vieles wird davon abhängen, wie schnell es uns gelingen wird, eine gute Abstimmung zu finden. Auf jeden Fall haben wir in Imola einen Riesenschritt mit dem Auto gemacht, und der sollte uns eigentlich auch in Barcelona helfen.

Es ist das erste Mal in Ihrer Formel-1-Karriere, dass Sie in einem Privatteam fahren. Was sind die grossten Unterschiede zu den Werksteams?

Der klar grösste Unterschied ist das kleinere Budget. Dadurch gibt es automatisch strenge Kontrollen uber den Einsatz der Mittel. Wir testen viel weniger als die grossen Werksteams, und dadurch haben wir naturlich auch weniger Spielraum, wenn es darum geht, verschiedene Ideen auszuprobieren. Das zwingt die Leute, sehr effizient zu arbeiten.

Wie kommen Sie mit Ihrem Teamkollegen Felipe Massa klar?

Wir haben eine freundschaftliche Beziehung. Ich habe Felipe eigentlich erst Anfang der Saison richtig kennen gelernt. Wir sind sofort gut miteinander ausgekommen und wir haben gegenseitigen Respekt. Felipe ist zwar noch sehr jung, aber er besitzt dennoch schon eine Menge Erfahrung in der Formel 1.

Welche Ziele haben Sie fur die restliche Saison?

Das Ziel ist, den gegenwärtigen Schwung beizubehalten und in die gleiche Richtung zu arbeiten, in die wir in Imola gegangen sind. Ich bin überzeugt, dass wir uns dann weiter steigern können.

(sauber.ch/pd)

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