Heimweh und schlechte Behandlung:
Massenausbruch: 1600 Jugendliche aus Knast entwichen
publiziert: Sonntag, 19. Mrz 2000 / 13:56 Uhr

Bangkok - Aus Jugendgefängnissen in Thailand sind am Wochenende rund 1600 Häftlinge ausgebrochen, die zu einem grossen Teil über schlechte Behandlung und Heimweh klagten. Bis auf etwa 200 wurden die jugendlichen Ausbrecher nach kurzer Zeit wieder festgenommen.

bsd045 4 vm 261 aud 2088 ersbsd009 Am Samstag waren rund 1300 junge Häftlinge aus einem Gefängnis in der Haupstadt Bangkok geflohen, wie die Polizei mitteilte. Sie warfen dem Gefängnispersonal vor, schlecht behandelt zu werden.
Die Ausbrecher lieferten sich Strassenschlachten mit der Polizei. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen dauerten stundenlang an; die meisten der Ausbrecher wurden wieder gefasst.
Das Gefängnis aus dem die Jugendlichen ausbrachen, ist für 500 Insassen ausgelegt, derzeit sitzen aber rund 1400 ein. 70 Prozent von ihnen warten nach Angaben eines Jugendstrafexperten auf Prozesse wegen Drogenkonsums oder -handels und werden oftmals schlecht behandelt.

Weitere Flucht am Sonntag
Am Sonntag gelang dann mehr als 400 Jugendlichen aus einem anderen Gefängnis der Stadt die Flucht. Auch die meisten von ihnen wurden schnell wieder festgenommen.
Im Gegensatz zu den anderen Ausbrechern gaben sie als Grund für die Flucht Heimweh an. Um die Gemüter zu beruhigen, versprachen die Behörden den Jugendlichen, dass sie fünf Tage lang in ihre Familien zurückkehren dürfen.
Ein hochrangiger Beamter des thailändischen Justizministeriums bezeichnete die Flucht vom Sonntag als Nachahmungstat. Der Massenausbruch vom Samstag sei ausführlich im Fernsehen gezeigt worden.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) hatte im vergangenen Jahr die Überfüllung thailändischer Gefängnisse und die «erniedrigende und demütigende Behandlung» der Häftlinge angeprangert. Offiziell haben Thailands Gefängnisse eine Kapazität von 80 000 Plätzen. Derzeit sind jedoch rund 200 000 Menschen in Haft.

(ba/news.ch)

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