Mehr als doppelt so viele Tote
Massenpanik bei Mekka: 1807 Tote
publiziert: Samstag, 17. Okt 2015 / 08:40 Uhr / aktualisiert: Samstag, 17. Okt 2015 / 11:18 Uhr
Die Hadsch-Katastrophe forderte über 1800 Todesopfer.
Die Hadsch-Katastrophe forderte über 1800 Todesopfer.

Istanbul - Bei der Massenpanik während der diesjährigen Mekka-Pilgerfahrt Hadsch sind möglicherweise mehr als doppelt so viele Menschen ums Leben gekommen wie von Saudi-Arabien offiziell verkündet. Das geht aus einer Zählung der Opferzahlen in den einzelnen Länder hervor.

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Eine Zählung der Nachrichtenagentur dpa ergab, dass im Ort Mina Ende September mehr als 1800 Menschen starben. Saudi-Arabien berichtete nach der Katastrophe von lediglich 769 Toten. Für die Zählung hat die dpa die Opferzahlen aus 28 Ländern zusammengefasst, die bei dem Unglück Tote zu beklagen hatten. Insgesamt ergaben sich 1807 Tote.

Damit wäre die Massenpanik die bislang schlimmste bekannte Hadsch-Katastrophe. Im Juli 1990 waren bei einem tödlichen Gedränge während der jährlichen Wallfahrt mehr als 1400 Pilger erstickt oder zu Tode getrampelt worden.

Die Opferzahlen stammen aus offiziellen Quellen oder Medien. Demnach werden auch noch Dutzende Menschen vermisst. Die meisten Opfer meldete der schiitische Iran mit 465 Toten. Besonders viele Tote gab es auch in Ägypten (181), Mali (173), Nigeria (165), Indonesien (127), Indien (114), Pakistan (99) und Bangladesch (79).

Trotz Sicherheitsbemühungen

Am dritten Tag der diesjährigen Wallfahrt war im Ort Mina östlich von Mekka bei einem Hadsch-Ritual eine Massenpanik ausgebrochen. Die Ursache des Unglücks ist bisher unklar. Saudi-Arabien setzte eine Untersuchungskommission ein, die die Hintergründe ermitteln soll.

Das Land hatte in den vergangenen Jahren Milliarden investiert, um die Sicherheit bei der Wallfahrt zu erhöhen. In diesem Jahr kamen mehr als zwei Millionen Muslime aus aller Welt zum Hadsch in das islamisch-konservative Königreich.

Die Katastrophe verschärfte auch die ohne schon angespannte Beziehung zwischen dem sunnitischen Saudi-Arabien und dem schiitischen Iran. Die Führung in Teheran machte die saudische Regierung verantwortlich. Die saudische Presse wiederum warf iranischen Pilgern vor, sie hätten sich nicht an die vorgegebenen Sicherheitsmassnahmen gehalten.

(sda)

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