Massive Betrugsvorwürfe nach Präsidentschaftswahl in Nigeria
publiziert: Montag, 21. Apr 2003 / 22:16 Uhr

Abuja - Nach den Präsidentschaftswahlen in Nigeria am Samstag war von Wahlbetrug in grossem Stil die Rede. Nach offiziellen Angaben dürfte Amtsinhaber Olusegun Obasanjo als Sieger aus den Wahlen hervorgegangen sein.

Amtsinhaber Olusegun Obasanjo dürfte als Sieger aus den Wahlen hervorgehen.
Amtsinhaber Olusegun Obasanjo dürfte als Sieger aus den Wahlen hervorgehen.
Nach Auszählung von zwei Dritteln der Wahlbezirke am Montag soll Obasanjo 63 Prozent der Stimmen erreicht haben, teilte die Unabhängige Nationalen Wahlkommission (INEC) mit.

Obasanjos stärkster Herausforderer, der aus dem moslemischen Norden stammende Ex-General Muhammadu Buhari von der Allnigerianischen Volkspartei (ANPP), kam nach Angaben auf 30 Prozent. Von den übrigen 17 Kandidaten kam nur noch Emeka Ojukwu auf 3 Prozent.

Obasanjos Demokratische Partei des Volkes (PDP) hatte auch die Parlamentswahlen vom 12. April gewonnen. Am Samstag wurden nun noch die Gouverneure der 36 Bundesstaaten gewählt. Nach vorläufigen Ergebnissen könnte die PDP in 23 Bundesstaaten den Sieg erringen.

Mit dem sich verdichtenden Wahlsieg wurden jedoch auch die Vorwürfe der Opposition, die Wahl sei manipuliert worden, lauter. Auch Wahlbeobachter warfen der Regierung massiven Wahlbetrug vor.

Unabhängige US-Beobachter berichteten von beträchtlichen Unregelmässigkeiten sowie von offensichtlichem und vorsätzlichem Wahlbetrug. Die Wahl galt als Bewährungsprobe für die junge Demokratie in Nigeria.

Die schlimmsten Formfehler habe es in den drei Bundesstaaten Cross River, Imo und Rivers gegeben, erklärte das US-Institut IRI. Die Beobachter hätten unwiderlegbare Beweise dafür, dass dort Stimmzettel bewusst vernichtet, Wahlurnen manipuliert und gestohlen sowie Ergebnisse gefälscht worden seien.

In zwei weiteren Bundesstaaten sei es ebenfalls zu zahlreichen Unregelmässigkeiten gekommen. So hätten im nördlichen Staat Katsina systematisch auch Minderjährige gewählt.

Staatschef Obasanjo war als Favorit ins Rennen gegangen; der 66-Jährige war vor vier Jahren an die Macht gekommen. Für seine Wiederwahl benötigt der christliche Obasanjo eine einfache Mehrheit sowie 25 Prozent Unterstützung in zwei Dritteln der Bundesstaaten.

Es wäre das erste Mal seit der Unabhängigkeit von Grossbritannien 1960, dass in Nigeria eine demokratisch gewählte Regierung auf die vorherige folgt. Mit dem Endergebnis der Präsidentschaftswahl wurde nicht vor Mittwoch gerechnet.

(bert/sda)

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