Massive Vorwürfe wegen Polizeiaktion in Glarner Durchgangsheim
publiziert: Dienstag, 15. Jul 2003 / 21:54 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 15. Jul 2003 / 23:12 Uhr

Zürich - Bei einer Polizeiaktion in Unterkünften für Asylsuchende im Glarnerland ist es laut der Menschenrechtsgruppe augenauf zu schweren Übergriffen gekommen. Die Kantonspolizei dementiert. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) fordert Klarheit.

Umstrittene Polizeiaktion.
Umstrittene Polizeiaktion.
Die umstrittene Aktion erfolgte am frühen Morgen des 3. Juli in einem Durchgangsheim in Ennenda sowie in Unterkünften in Linthal, Rüti und Matt. augenauf kritisierte die Aktionen in Ennenda und Linthal.

Gemäss Schilderung der Gruppe stürmte eine bewaffnete, maskierte, mit Helm und Motorradbrille ausgerüstete Sondereinheit der Polizei die Räumlichkeiten.

Anschliessend seien die Leute an Händen und Füssen gefesselt worden, man habe ihnen Kapuzen über die Köpfe gezogen. Sie seien ausgezogen und nackt und mit Nummern versehen fotografiert worden.

Dann hätten sie stundenlang - immer noch gefesselt und mit Kapuze - in einem Raum warten müssen. Ein 16-Jähriger sei vor Schreck aus dem Fenster gesprungen. Gleichzeitig habe man aber niemanden verhaftet und keinerlei Deliktgut gefunden.

Das Departement Migration des SRK, das die Unterkünfte betreibt, forderte die Glarner Regierung auf, die Vorfälle abzuklären. Die zuständigen Regierungsräte weilen jedoch zur Zeit in den Ferien.

Gemäss dem Glarner Kripochef Daniel Anrig, der am 3. Juli als Einsatzleiter fungierte, ist die gut 20 Mann starke Einheit korrekt vorgegangen. Bei derartigen Aktionen seien Leibesvisitationen üblich, bei denen die zu Kontrollierenden gefesselt würden. Um Absprachen zu verhindern, ziehe man den Leuten auch eine Kapuze über den Kopf.

Man habe die Kontrollierten nicht nackt fotografiert, sondern in der Situation, wie man sie vorgefunden habe. Mit der Nummerierung würden zudem Verwechslungen vermieden.

Den tragischen Unfall des 16-Jährigen bedaure man seitens der Polizei.

Zu den Hausdurchsuchungen sei es wegen Verdachts auf Vermögens- und Drogendelikte gekommen. Man habe im übrigen einschlägige Ware gefunden. Ein Verhafteter, ein Drogendealer, sei noch immer in Untersuchungshaft.

(bert/sda)

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