Massnahmen gegen Klimawandel gefordert
publiziert: Samstag, 11. Nov 2006 / 15:16 Uhr / aktualisiert: Samstag, 11. Nov 2006 / 15:45 Uhr

Nairobi - Angeführt von Kindern haben am Rande der Weltklimakonferenz in Nairobi tausende Demonstranten schnelle Massnahmen gegen die Erderwärmung gefordert.

Afrika könnte zunehmend von Dürren heimgesucht werden.
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In Plakaten riefen sie den Westen auf, Verantwortung zu übernehmen. Viele trugen T-Shirts mit dem Aufdruck «Unser Klima, unser Überleben». Singend und tanzend bewegten sich die Demonstranten auf einen Park im Zentrum der kenianischen Hauptstadt zu.

Eine der Organisatoren der Kundgebung vom Klima-Netzwerk Afrika, Grace Akumu, sagte, sie hoffe, dass mit der Veranstaltung ein öffentliches Bewusstsein für das Problem «von Kapstadt bis Kairo» geschaffen werde.

Dürreperioden dezimiert Massai-Herden

Afrika werde der am meistem vom Klimawandel betroffene Kontinent sein, seine Politiker seien jedoch schwach, kritisierte Akumu. An dem Marsch nahmen unter anderem Vertreter des kenianischen Massai-Stammes teil, deren Herden von den jüngsten Dürreperioden dezimiert wurden.

An der bis zum 17. November dauernden Klimakonferenz nehmen Experten und Regierungsvertreter aus den 189 Mitgliedstaaten der Klimarahmenkonvention teil. Sie beraten über ein Folgeabkommen für das Kyoto-Protokoll und über Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel.

Leuenberger als Teilnehmer

Ab Mittwoch sollen rund 80 Minister aus der ganzen Welt zu den Beratungen dazustossen, darunter der schweizerische Umweltminister und Bundespräsident, Moritz Leuenberger.

(ht/sda)

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