Spielsucht
Massnahmen gegen die Spielsucht
publiziert: Mittwoch, 23. Aug 2000 / 11:58 Uhr

Luzern - Auch die Casinos Baden, Luzern und Engelberg haben jetzt ihr Sozialkonzept. Es umfasst präventive Massnahmen für gefährdete Spieler sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für das Personal.

Laut Spielbankengesetz müssen Spielcasinos ein Sozialkonzept vorweisen, um eine Betriebslinzenz zu erhalten. Bemüht um eine gute Ausgangslage bei der Konzessionierung, verpassen sich die Betreiber von Casinos bereits jetzt ihre Sozialkonzepte. Am Mittwoch wurde jenes vorgestellt, dass die Hochschule für Soziale Arbeit (HSA) Luzern im Auftrag dreier Casinos entwickelt hat.

Das Konzept setzt auf Prävention und steht auf drei Beinen: Schulung und Coaching des Casinopersonals; Informationen für Ratsuchende und Interessierte; Aufbau eines externen Behandlungsangebotes und Betrieb einer Anlauf- und Vermittlungsstelle inklusive Hotline.

Die beteiligten Casinos sind vom Konzept überzeugt und haben, unabhängig von den Konzessionen des Bundes, bereits mit der Umsetzung begonnen. Beauftragt wurde damit das HSA-Institut Weiterbildung/Dienstleistungen/Forschung (WDF). Dieses hat dafür eine neue Fachstelle für Fragen rund um die Spielsucht namens careplay eingerichtet.

Die Verträge für die Zusammenarbeit zwischen den Casinos und carepleay dauern vorerst fünf Jahre. Die Dienstleistungen sind auf die Betroffenen und Interessierten aus der Zentralschweiz und den Kantonen Aargau und Zürich ausgerichtet. Die Fachstelle ist bereit, weitere Casinobetreiber am Präventionskonzept zu beteiligen.

Das am Mittwoch vorgestellte Sozialkonzept ist nicht das erste. Ende Mai etwa stellte das Institut für Suchtforschung (ISF) an der Universität Zürich eine ähnliches Konzept mit Aufklärungskampagnen, kostenloser Beratung und psychologisch geschultem Personal vor. Dieses Konzept wurde im Auftrag der Grand Casino SA, der Admiral and Entertainment AG und der Escor AG erarbeitet.

Das Ausmass der Spielsucht in der Schweiz ist nicht erfasst. Schätzungen reichen von 70 000 bis 270 000 Spielsüchtigen. Studien aus dem In- und Ausland belegen, dass die Zahl der zwanghaften Spieler parallel zur Zunahme der Geldspiel-Möglichkeiten wächst. Das Spielbankengesetz verlangt deshalb suchtpräventive Massnahmen, um die Auswüchse einzudämmen.

Das Institut WDF engagiert sich zusammen mit Universitäten für eine wissenschaftliche Datenerhebung. Am Kongress der European Association for the Study of Gambling (EASG) im September in Warschau wird die careplay-Projektleitung ihr Präventionskonzept vorstellen.

(sda)

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