Matterhorn wird evakuiert
publiziert: Dienstag, 15. Jul 2003 / 23:56 Uhr

Zermtt - Am Matterhorn ist am Hörnligrat auf etwa 3400 Metern Höhe ein Felsabbruch niedergegangen. Es wurde niemand verletzt. Aus Sicherheitsgründen wurden aber 90 Berggänger in die tiefer gelegene Hörnlihütte gebracht. Das Matterhorn bleibt vorläufig gesperrt.

Wie gross der Abbruch ist, konnte noch von niemandem gesagt werden.
Wie gross der Abbruch ist, konnte noch von niemandem gesagt werden.
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Rund 90 Personen befanden sich nach Angaben des Rettungschefs Bruno Jelk zum Zeitpunkt des Niedergangs am Berg - sowohl über als auch unter der Abbruchstelle, die sich auf 3400 Metern über Meer befindet. Die Betroffenen wurden alle mit dem Helikopter in die etwa 200 Meter tiefer gelegene Hörnlihütte evakuiert.

Die Gemeinde Zermatt und der lokale Bergführerverein haben beschlossen, das Matterhorn bis auf Weiteres zu sperren. Die Sicherheit geht vor, erklärte auf Anfrage Bergführer Miggi Biner. Man rate deshalb dringend von jeder Matterhorn-Besteigung ab; kein Zermatter Führer werde den Berg besteigen.

Die Sperrung gilt für alle Grate des Matterhorns, da zumeist der Hörnligrat für den Abstieg benutzt wird. Wer jetzt geht, spielt russisches Roulette, sagte Biner. Geologische Gutachten sollen in den nächsten Tagen klären, für wie lange eine Sperrung nötig ist.

Den Grund für den Felssturz sieht Jelk in der momentan herrschenden Hitze. Dadurch sei der Permafrost - das ganze Matterhorn besteht aus diesem weniger als null Grad warmen Untergrund - angegriffen worden. Dies führt vermehrt zu Steinschlägen und Felsabbrüchen, sagte Jelk.

(bsk/sda)

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