Maurer: «Das kann sich nicht mal die SVP leisten»
publiziert: Sonntag, 25. Okt 2009 / 14:36 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 25. Okt 2009 / 15:15 Uhr

Bern - Gut einen Monat vor der Abstimmung kritisieren prominente SVP-Vertreter die Anti-Minarett-Initiative: Nationalrat Peter Spuhler warnt vor Boykotten, und für Bundesrat Ueli Maurer setzt das Volksbegehren ein falsches Signal.

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Ueli Maurer war Parteipräsident der SVP, als die Initiative 2007 lanciert wurde. Wie er im Interview mit dem «SonntagsBlick» sagt, habe er sich damals dagegen gewehrt, dass die SVP die Initiative in ihrem Namen startet. «Sie setzt ein falsches Signal», weil sie als «fremdenfeindlich und zu wenig differenziert» eingestuft werden könne. «Nicht einmal die SVP kann sich das leisten», sagt Maurer.

Mit einem Minarett-Verbot löse man keine Probleme. Vielmehr erfordere das Aufeinanderprallen von zwei völlig verschiedenen Kulturen Regeln im Zusammenleben - zum Beispiel in Sachen Schwimmunterricht oder Kleidung. Nun überlegt sich Maurer, Nein zu stimmen: «Ich lehne die Initiative wohl eher ab.»

Gefahr für Schweizer Wirtschaft

Der Thurgauer SVP-Nationalrat und Unternehmer Peter Spuhler sieht die Initiative als Gefahr für die Schweizer Wirtschaft. Im Interview mit der «SonntagsZeitung» warnt er: «Wird sie angenommen, führt das nur zu einer Radikalisierung. Aussenpolitisch müssen wir mit Sanktionen rechnen.»

Wie heftig diese ausfallen können, habe man am Beispiel der Mohammed-Karikaturen in Dänemark gesehen: «Das kann bis zu Boykott führen.»

(tri/sda)

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Hisham Maizar sagt, dass die Initiative den Dialog blockiere.
Sie reden von Freiheit Kubra?
Ich halte nichts davon Texte oder Videos zu posten, die man aus dem Internet nimmt. Ich bilde mir meine eigene Meinung.

Zu jedem dieser Artikel kann ich Ihnen den Gegenartikel raussuchen. Die ständigen Wiederholungen von den gleichen rassistischen Bemerkungen bezüglich des Islams und das Einfügen von irgendwelchen Links zeigt nur den Argumentsnotstand. Die Befürworter haben auch in diesem Forum keine eigenen, richtigen Argumente.

Ich zitiere Ihr Copy/Paste:

"So wird die letzte Schlacht nicht zwischen dem Islam und dem Westen geschlagen werden, sondern zwischen denen, die die Freiheit lieben und jenen, denen sie nichts bedeutet.*

Bin ich voll damit einverstanden. NUR, jemand der für ein diskriminierendes Gesetz und Rassismus eintritt, sollte das Wort Freiheit nicht mal in den Mund nehmen. Dann bedeutet Ihnen Freiheit nämlich wirklich nichts. Wenn die richtige Anzahl solcher Gesetze erreicht ist, heisst das Resultat nämlich Faschismus.

1939 hiess der Weg dorthin anders. Heute nennen wir es politisch korrekt "Patriot Act" und erlauben es kleinen Gruppen die Verfassungen niederzutreten. Dazu gehören Gesetze wie dieses, die Minderheiten diskriminieren und aus purer, populistischer Willkür entstehen.

Aus Angst vor den schwarzen Schafen rennt die Herde dumm blökend voll in die Messer der Metzger.
Wertediskussion
Zitat Midas
"Ein Nein ist somit ein Ja für unsere Schweizer Werte."
Da bin ich mir eben ganz und gar nicht sicher.

Bitte lesen Sie den Artikel zu Ende und Sie verstehen besser, was ich meine.

http://bazonline.ch/schweiz/standard/Fundamentalistische-Tendenzen-unt...

“So wird die letzte Schlacht nicht zwischen dem Islam und dem Westen geschlagen werden, sondern zwischen denen, die die Freiheit lieben und jenen, denen sie nichts bedeutet.”
Eben - und diese ...
... Angst, die ist heute wirksam ... Wie weit sie schon gediehen ist, das wird uns das Resultat der Abstimmung über die Minarettinitiative zeigen ... Ich sag's nochmals. Hoffen, dass diese unnötige und teuflische Initiative abgelehnt wird, das ist wohl das Einzige, was mir/uns bleibt ...
Wir werden sehen
Natürlich kann ich mich irren, aber ich vertraue dem Volk zu erkennen, dass wir mit einer Antiminarett-Initiative ein Diskriminierungsgesetz schaffen. Dieses Verbot würde nur für diese Gruppe gelten. Nicht für Kirchen, nicht für Synagogen, nicht für Tempel.

Das ist für mich das schlagendste Argument. Ein Nein ist somit ein Ja für unsere Schweizer Werte.

Die Befürworter haben keine richtigen Argumente. Sie benutzen Schlagwörter wie "Machtsymbol, Islamisierung, braucht man nicht für Religionsfreiheit, Scharia". Und immer wieder Scharia. Sie schüren Vorurteile und Angst. Sie beantworten nicht die primitivsten Fragen, ja sie geben nicht einmal zu dass dieses Gesetz pure Diskriminierung wäre.

Extremisten und Terrorismus bekämpfen heisst nicht Muslime abstrafen. Durch dieses Verbot wird kein einziger Extremist verhindert.
Recht und Unrecht anhand von was unterscheiden können?
Wer ist Ihr Volk, das SIe meinen? Ich stelle mit Erstaunen fest, dass es eine Vielzahl von Argumenten gibt, warum Mann/Frau diese Minarett-Initiative annehmen will ... Die Angst oder Unsicherheit, die der Islam offenbar halt wirksam verströmen kann, diese Angst wirkt!

Aber, ich glaube auch, dass das Schweizer Stimmvolk ablehnen wird - hoffentlich so 40 zu 60 - Das GFS-Institut glaubt an ein Nein mit Ständemehr!
Opportunismus pur
Ich weiss nur eines, nämlich dass ich sie ablehnen werde. Leider ist im Link, den ich eingefügt habe, nicht (mehr) ersichtlich, dass P. Spuhler im Parlament JA zur Initiative gestimmt hat und jetzt aus wirtschaftlichen Gründen das Gegenteil predigt. Das sind für mich keine glaubwürdigen Politiker, sondern opportunistische Interessenvertreter.
29.11.2009
Ja wird der Souverän.

Die Minarett-Initiative wird abgelehnt werden. Weil ich darauf vertraue, dass das Volk immer noch zwischen Recht und Unrecht unterscheiden kann.
Wirtschaftsinteressen vor Demokratie!
Ja, wenn es um das eigene Portemonnaie geht, dann interessiert das Geschwätz von gestern niemanden mehr. Ein Wendehalspolitiker mehr ... http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Peter-Spuhle.... Wann hört die angebliche Elite unseres Landes endlich auf, uns "gute" Ratschläge zu geben? Der Souverän wird am 29.11.2009 entscheiden.
das ist....
..... Ihr gutes Recht.
Vernunft ist Ansichtsache
Die neueste Idee von BR Maurer betreffend Anti-Minarettinitiative sowie die früheren Ideen von BR Schmid habe ich selten für vernünftig gehalten
.
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