Maurer: Hooligans schon im Fussballstadion verurteilen
publiziert: Sonntag, 5. Jul 2009 / 08:13 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 5. Jul 2009 / 16:47 Uhr

Bern - SVP-Bundesrat Ueli Maurer möchte Hooligans direkt im Fussballstadion vor ein Schnellgericht stellen können. Diese Idee präsentierte der VBS-Chef in Interviews mit den Zeitungen «Sonntag» und «Le Matin Dimanche».

Ueli Maurer gab Ideen zur Bekämpfung von Hooligans bekannt.
Ueli Maurer gab Ideen zur Bekämpfung von Hooligans bekannt.
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Auch wenn solche Schnellgerichte hohe Kosten verursachten und aufwändig seien, «hätten sie einen gewissen Effekt», sagte Maurer.

Es werde nun geprüft, «ob der Bund den Kantonen solche Schnellverfahren vorschreibt - oder ob die Kantone diese selber einführen wollen».

Maurer für Internetpranger

Weiter plädierte Maurer für eine schweizweite Einführung der Praxis einiger Kantone, Bilder von Hooligans im Internet zu veröffentlichen.

Die Publikation im Internet erleichtere es, die Täter zu fassen - auch wenn damit «eine gewisse Verletzung der Persönlichkeitsrechte» einhergehe, argumentierte der Chef des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Der Entscheid sei aber Sache der Kantone, schränkte Maurer ein.

Schnelle Resultate dürfe man im Kampf gegen Hooligans nicht erwarten. Die Situation sei komplex, das Vorgehen müsse mit vielen Partnern abgesprochen werden.

Der Bund selber habe keine Handlungskompetenz. «Wir werden drei bis vier Jahre brauchen, bis man eine spürbare Reduktion der Gewalt hat», sagte Maurer.

Katastrophenhife im Ausland

Maurer äusserte sich in der Sonntagspresse auch zu Einsätzen der Schweizer Armee im Ausland. Er rechne am ehesten mit verstärkten humanitären Einsätzen, sagte Maurer in Interviews. Solche Einsätze entsprächen der Schweizer Tradition.

«Wir könnten zum Beispiel mit der Armee das Katastrophenhilfekorps ergänzen», sagte Maurer gegenüber der Zeitung «Sonntag». Und die gut ausgebildete Elitetruppe AAD 10 könnte weltweit bei Naturkatastrophen tätig sein - etwa als Schutztruppe vor Plünderungen.

Er werde nach den Sommerferien eine Arbeitsgruppe ins Leben rufen, die sich mit den Auslandeinsätzen beschäftigen werde. «Wir brauchen eine Entkrampfung der Situation.» Die Leitplanken werde aber das Parlament setzen.

(bert/sda)

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Ueli Maurer am Runden Tisch gegen Gewalt im Sport.
Rechtstaatlich
Schnellschüsse sind gegen eine sauber arbeitendene Jusitz. Bei gravierenden Wiederholungstätern und Gewalt gegen Personen soll einfach endlich dieser Kuschelkurs abgeschafft werden. Saubere Beweise, saubere Verurteilung und dann mal ein paar Monate Knast.
war auch nur allgemein gemeint
hallo Roland71
Mein Statement bezog sich ja nur auf die Bedenken das bei solchen "Schnellschüssen" die Gefahr von Willkür sehr gross im Uebrigen teile ich Ihre Meinung voll und ganz.. der Hebel sollte schon zu Beginn angesetzt werden und nicht erst nachdem der Mist passiert ist.. denn so könnte man sich die generelle "Anrufung" eines Gerichts jegwechler Art ersparen und schlussendlich auch den "gemeinen" Steuerzahler entlasten
Wider Hooligans & Fussball-Religion
Hallo Olaf, eigentlich hatte ich mich hauptsächlich "nur" auf die letzten Sätze bezogen:

Zitat victor:"Denn der Sport ist ein Business wie jedes andere auch! Gewinnmaximierung ist auch hier gefragt. Nur die Fans wissen dies wohl noch nicht!"

Die Fussball-Religion der Fussball-Euphoristen wird von den verantwortlichen Veranstaltern dazu benutzt, viel Geld zu machen. (..erinnert übrigens auch an die röm.-kath. Religion); da geht es schon längst nicht mehr um den allseits beliebt zitierten "Sports-Geist", sondern um ein "hartes Geschäft" mit der Jagd nach Geld.

Was die Randalierer in den Stadien angeht (abgesehen von den euphorischen Menschenmassen), so bin ich aber auch der Meinung, dass man wenigstens am Eingang bessere Kontrollen machen könnte (ähnlich wie an Flughäfen), um jegliche Gegenstände die als Wurfgeschosse oder für sonstige Gewalttaten benutzt werden könnten, sicherzustellen. Damit wären schon viele Probleme gelöst. Zusätzlich könnte man durch gezielte Beobachtung "Brandherde" in den Menschenmassen lokalisieren und entsprechend reagieren. Zusätzlich könnte man z.B. die Regel einführen: Wer einmal im Stadion als Gewalttätiger aufgefallen ist, bekommt keinen Zutritt mehr.

Für eine Totalüberwachung der Bürger bin ich aber keinesfalls, das wäre sicher ein Schritt in die falsche Richtung. Trotzdem wird eben genau das von den Mächtigen dieser Welt bevorzugt (Beispiel: Die Stadt London), da es natürlich einer weltweiten zentralen Überwachung durch die UNO und ähnliche weltliche Kontrollorganen dient. Schlussendlich wird sich ja einmal der Antichrist als einzelne Person an der Spitze der EU dieser Kontrollorganen bemächtigen und die ganze Welt wird dies befürworten, da er sich als "Messias" ausgeben wird. Barack Hussein Obama ist schon ein möglicher Anwärter für diese Funktion.
wider der Demokratie
die Idee ansich wäre ja nicht schlecht, wenn da nicht der Grundsatz gilt, dass jeder Verbrecher solange als unschuldig gilt, bis ihm das Gegenteil vom Staat bewiesen wird, insofern sind bei solchen "Schnellverfahren" der Willkür Tür und Tor geöffnet und das Ganze würde dann auch der demokratischen Ordnung widersprechen
Hooligans & Fussball
Richtig victor, die Fans leben nämlich in einer Traumwelt. Fussball ist ihre Religion.
Prävention ist besser!
Lasst diese gar nicht erst in die Stadien einmarschieren. Verbrecher lässt man ja auch nicht einfach so ins Haus, damit sie dieses danach ausräumen. Strenge Kontrollen mittels biometrischen Daten, und Ausweisen sind erforderlich. Wetten, dass die Vereine das Geld für die entsprechende Infrastrukturen haben? Doch es harzt ungemein. Denn der Sport ist ein Business wie jedes andere auch! Gewinnmaximierung ist auch hier gefragt. Nur die Fans wissen dies wohl noch nicht!
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