Kämpfe verschieben sich
Mazedonien: Gefechte an zweiter Front
publiziert: Mittwoch, 23. Mai 2001 / 19:32 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 23. Mai 2001 / 19:53 Uhr

Skopje/Pristina - Die albanischen Rebellen in Mazedonien haben ihre Angriffe an einer zweiten Front um die Stadt Tetovo verstärkt. Acht Polizisten wurden verletzt, als die Guerillas einen Polizeiposten angriffen, wie mazedonische Polizei am Mittwoch mitteilte.

Sechs von ihnen mussten in Spitäler eingeliefert werden. Ihr Zustand sei jedoch nicht Besorgnis erregend, sagte ein Sprecher. Zunächst war von sieben Verletzten die Rede gewesen.

In den Bergen über der im Nordwesten gelegenen Stadt gab es Gefechte mit Mörsern und aus automatischen Waffen. Die Polizei beschuldigte die Rebellen, für die neue Eskalation verantwortlich zu sein. Die Freischärler griffen die Polizei auch bei der Ortschaft Lisec an.

Meinungsverschiedenheiten

In der neuen Allparteien-Regierung und der Staatsführung in Skopje wurden zunehmend Meinungsverschiedenheit deutlich. Während Präsident Boris Trajkovski den Kurs der Zurückhaltung fortsetzen wolle, schwenkten Politiker wie Innenminister Innenminister Ljube Boskovski zunehmend auf einen härten Kurs um, den die EU verhindern will.

Der bulgarische Verteidigungsminister Bojko Noew bezeichnete die Lage in Mazedonien als «sehr beunruhigend». In Mazedonien sollten «dringend internationale Kräfte aus Staaten ausserhalb der Region» eingesetzt werden, um der mazedonischen Staatsmacht zu helfen, mit der Situation fertig zu werden, sagte Noew nach Angaben des Staatsradios in Sofia. Bulgarien zweifele immer mehr daran, dass Mazedonien mit der Lage selbst fertig werden könne.

Einmarsch in Pufferzone

Tausende jugoslawische Soldaten und serbische Polizisten haben am Mittwoch die Vorbereitungen für ihre Verlegung in die Pufferzone an der Grenze zur Provinz Kosovo abgeschlossen. Am Donnerstag werden sie in Absprache mit der internationalen Friedenstruppe KFOR in den sensibelsten Teil der Zone um die Stadt Presevo einrücken.

Die dort operierenden albanischen Rebellen-Gruppen hatten zuvor ihrer Auflösung zugestimmt. Die serbische Regierung rechnet nicht mit schweren Zwischenfällen. Die KFOR hat aus Sicherheitsgründen den Grenzverkehr aus dem Kosovo in die Pufferzone für mehrere Tage gesperrt.

Die fünf Kilometer breite Pufferzone war von der KFOR nach dem NATO-Luftkrieg 1999 eingerichtet worden. Serbische Soldaten und Spezialpolizisten durften sie nicht betreten. Albanische Rebellen hatten dies genutzt, um dort gegen Serben vorzugehen - angeblich um die Albaner in dem Gebiet vor Diskriminierung zu schützen.

Nach dem Sturz des jugoslawischen Diktators Slobodan Milosevic unterstützte die NATO die Reformbestrebungen der neuen Regierung. Als Zeichen des Vertrauens in die Regierung erlaubte die von der NATO geführte KFOR wieder die Verlegung jugoslawischer Soldaten und serbischer Polizisten in die Pufferzone.

(kil/sda)

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