«Die Grenze ist jetzt wieder geschlossen»
Mazedonien lässt 500 Flüchtlinge aus Griechenland einreisen
publiziert: Donnerstag, 3. Mrz 2016 / 09:37 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 3. Mrz 2016 / 12:47 Uhr
In der Nacht zum Donnerstag durften weitere 30 Personen in Mazedonien einreisen.
In der Nacht zum Donnerstag durften weitere 30 Personen in Mazedonien einreisen.

Athen/Idomeni - Die mazedonische Polizei hat am Mittwoch und Donnerstag insgesamt 510 Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak aus Griechenland einreisen lassen. 480 Menschen kamen nach griechischen Medienberichten am Mittwoch über die Grenze.

8 Meldungen im Zusammenhang
In der Nacht zum Donnerstag durften weitere 30 Personen einreisen. «Die Grenze ist jetzt wieder geschlossen», berichteten Reporter vor Ort am Donnerstagmorgen. Aus offiziellen Quellen lagen keine Angaben vor.

Auf der griechischen Seite der Grenze harren Tausende Menschen aus. Sie hoffen, dass Mazedonien doch noch seinen Grenzzaun für alle Flüchtlinge öffnet - darum wollen sie nicht in Flüchtlingslagern untergebracht zu werden, die sich wenige Kilometer südlich der Grenze befinden. Griechische Medien schätzten die Zahl der bei Idomeni wartenden Flüchtlinge auf mehr als 11'000.

Die Menschen hätten angefangen, den Korridoren zwischen ihren Zelten Strassennamen zu geben, berichteten Reporter im griechischen Nachrichtensender Skai. Nach und nach nehme das provisorische Zeltlager bei Idomeni die Konturen eines Dorfes an. Der Sender zeigte Bilder eines Friseurs, der Männer rasierte.

Doch die Lage bleibt nach Berichten humanitärer Organisationen dramatisch. Flüchtlinge errichteten ein symbolisches Kindergrab mit der Aufschrift «Unsere Kinder sind nicht durch Bomben, sondern durch die Kälte hier gestorben». Viele Menschen seien erkältet, darunter viele Kinder. Es bestehe die Gefahr, dass es zu Lungenentzündungen komme, sagten Ärzte im griechischen Rundfunk.

(cam/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Brüssel - Die Staats- und Regierungschefs der EU werden sich dem österreichischen Aussenminister Sebastian Kurz ... mehr lesen
Die Balkanroute soll für Migranten geschlossen bleiben. (Symbolbild)
Griechenland versinkt im Flüchtlingsstrom.
Athen - Die Lage an der griechisch-mazedonischen Grenze verschlimmert sich von Stunde zu Stunde. Wegen des ... mehr lesen
Berlin - Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber, hat Europa aufgefordert, in der ... mehr lesen
Manfred Weber will Flüchtlinge mit Transall nach Europa bringen.
Donald Tusk appellierte an die Flüchtlinge.
Athen/Idomeni - EU-Ratspräsident Donald Tusk hat vor dem EU-Sondergipfel zur ... mehr lesen
Athen/Piräus - Zur Linderung der Flüchtlingskrise will die EU-Kommission Mitgliedsstaaten wie Griechenland mit insgesamt 700 ... mehr lesen 1
Der neue Nothilfe-Fonds soll nicht ausschliesslich auf die Flüchtlingskrise begrenzt sein. (Symbolbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Athen/Piräus - Kein Ende des Flüchtlingszustroms in Griechenland: ... mehr lesen 1
Athen - Die griechische Politik geht bei der Flüchtlingskrise in Position, um ihren Forderungen an die EU Nachdruck zu ... mehr lesen
Alexis Tsipras fordert von der EU ein Hilfspaket in Höhe von 470 Millionen Euro. (Archivbild)
Athen - Nach dem Festlegen einer Obergrenze für die Einreise von Flüchtlingen in ... mehr lesen 1
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als ... mehr lesen  
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
Mit 124 zu 64 Stimmen genehmigte die grosse Kammer den Bundesbeschluss über den Nachtrag I zum Voranschlag 2016.
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum ... mehr lesen  1
Bereits 100 Objekte erfasst  Wil SG - Digitale Stadtpläne sollen künftig Menschen mit einer Behinderung die Orientierung erleichtern. Die Stadt Wil wurde von Pro Infirmis ... mehr lesen
Bei der Erstellung des Zugänglichkeitsplans in Wil werden auch Betroffene miteinbezogen.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich -6°C 4°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel -3°C 7°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel freundlich
St. Gallen -4°C 4°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern -5°C 2°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel recht sonnig
Luzern -1°C 4°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel recht sonnig
Genf -3°C 6°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel recht sonnig
Lugano 0°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten