Grossoffensive in den Bergen rund um Tetovo:
Mazedonies Armee eroberte Rebellenstellungen
publiziert: Sonntag, 25. Mrz 2001 / 22:35 Uhr

Tetovo - Mazedoniens Armee ist am Wochenende mit einer Grossoffensive gegen die albanischstämmigen Rebellen im Nordwesten des Landes vorgerückt. Die Truppen nahmen nach eigenen Angaben Stellungen der Rebellen in den Bergen bei Tetovo ein.

Seit dem frühen Sonntagmorgen griffen Armeesoldaten mit Raketen, Mörsergranaten und Panzer die Rebellen im Hügelland rund um Tetovo an. Bereits am Samstagnachmittag hatte die mazedonische Armee mit neu erstandenen ukrainischen Kampfhelikoptern Stellungen der Nationalen Befreiungsarmee (UÇK) unter Beschuss genommen.

Alle Stellungen einnehmen

Die Operationen der Sicherheitskräfte verlaufen nach Plan, wie Regierungssprecher Antonio Milososki am Sonntagabend bei einer Pressekonferenz in der Hautstadt Skopje sagte. Die Operationen würden andauern, bis sämtliche Positionen der Rebellen genommen seien.
Den Angaben zufolge gab es keine Toten unter den Sicherheitstruppen. Zwei Soldaten, ein Polizist und vier Zivilpersonen seien verletzt worden. Wie Militärsprecher Oberst Blagoje Markovski erklärte, haben Armee und Polizei in ihren koordinierten Aktionen die Weiler Gajre, Lavce, Selce und Drenoc nördlich von Tetovo eingenommen.

Burg Kale umzingelt

Damit befinde sich das Gebiet rund um die Burg Kale, auf der sich UÇK-Rebellen verschanzt haben, unter der Kontrolle der Sicherheitskräfte. «Unsere Truppen haben die Burg Kale umzingelt», sagte er.
Die militärischen Ziele für den ersten Tag der Offensive seien damit erfüllt. Schlussziel der Operation sei es, das gesamte Gebiet zwischen Tetovo und dem Sar-Planina-Gebirgszug, der die Grenze zum Kosovo bildet, unter die Kontrolle der Sicherheitskräfte zu bringen.

Die Rebellen hatten zuvor erklärt, sie wollten die Offensive abwehren. Einheimische in den besetzten Dörfern berichteten hingegen, Rebellen hätten diese verlassen.

Zivilbevölkerung schützen

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zeigte sich besorgt um die Zivilbevölkerung rund um Tetovo. Das IKRK rief die Konfliktparteien auf, die Zivilpersonen von den Kämpfen auszunehmen und zu schützen, wie die Organisation am Sonntagabend mitteilte. Seit Tagen versucht das IKRK, zu den Dörfern um Tetovo zu gelangen. Dies sei bisher aber aus Sicherheitsgründen gescheitert. Die Verhandlungen mit Skopje würden fortgesetzt, hiess es weiter. Bisher seien 18 000 aus der Region um Tetovo geflohene Menschen registriert worden. Viele weitere seien ebenfalls auf der Flucht.

Solana und Robertson nach Skopje

Der EU-Beauftragte für Aussen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana sowie NATO-Generalsekretär George Robertson wollten am Montag nach Skopje reisen. US-Aussenminister Colin Powell sicherte Mazedonien die Unterstützung der NATO im Kampf gegen die albanischen Rebellen zu.
Powell verurteilte in einem Telefongespräch mit Mazedoniens Präsident Boris Trajkovski am Samstag die Angriffe «der Extremisten». Er bekräftigte die territoriale Unverletzbarkeit Mazedoniens.
Die Rebellen kämpfen nach eigener Darstellung für die Rechte der albanischen Minderheit in Mazedonien. Der Regierung zufolge verfolgen die Rebellen separatistische Ziele und stammen aus dem Kosovo. Etwa ein Drittel der Einwohner Mazedoniens sind Albaner, wie auch die Mehrheit der Bewohner des Kosovo.

(ba/sda)

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