Vorwahlen der Republikaner in den USA
McCain bereitet Bush in Michigan und Arizona neue Schlappe
publiziert: Mittwoch, 23. Feb 2000 / 21:21 Uhr

Washington - Der bisherige Favorit der Republikaner für die US-Präsidentschaftskandidatur, George Bush jr., hat bei den Vorwahlen in den Bundessstaaten Michigan und Arizona eine deutliche Schlappe hinnehmen müssen. Damit bleibt das Rennen spannend.

Nach Hochrechnungen der grossen Fernsehsender gewann McCain in Michigan mit 50 Prozent. Für Bush stimmten demnach 44 Prozent, wie die Fernsehsender CNN und MSNBC berichteten. In McCains Heimatstaat Arizona lag der Senator noch deutlicher vor Bush. Hier siegte er mit 63 Prozent vor Bush, der lediglich auf 29 Prozent kam. Mit diesem Wahlausgang bleibt das Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur spannend. McCain hatte die erste Vorwahl in New Hampshire überraschend klar gewonnen. Die zweite Runde im Südstaat South Carolina ging dagegen an Spitzenreiter George Bush jr. McCain spricht von Kreuzzug Bei seiner Siegesrede in Arizona hat McCain sich als den wahren Reformer und Kandidaten mit den besten Aussichten für die Wahlen im November dargestellt. «Unser Kreuzzug breitet sich von Bundesstaat zu Bundesstaat aus», sagte er. Er sei ein echter Republikaner vom Schlag von Ex-Präsident Ronald Reagan und der schlimmste Alptraum des voraussichtlichen demokratischen Kandidaten, Vizepräsident Al Gore. «Im November werde ich Al Gore wie eine Trommel schlagen», rief der Senator von Arizona. Bush spielte seinen Misserfolg in Michigan herunter. «Manche Vorwahlen gewinnt man eben und manche nicht», sagte er. Er selbst habe die Republikaner auf seiner Seite, sagte er mit Blick auf die Stimmen Unabhängiger und Demokraten, die offensichtlich ihre Stimme für McCain abgegeben hatten. Hohe Wahlbeteiligung Entscheidend für das Wahlergebnis in Michigan war nach ersten Analysen die Wahlbeteiligung. Fast doppelt so viele Wähler und Wählerinnen wie vor vier Jahren gingen diesmal zu den Urnen. Darunter war ein ungewöhnlich grosser Anteil von Unabhängigen und Demokraten, die in diesem Bundesstaat mit entscheiden dürfen. Die meisten von ihnen stimmten für McCain. Kritiker sprachen davon, dass diese Gruppierungen die Republikanische Partei praktisch übernommen hätten. Wichtige Etappe Die Wahlen in Michigan und Arizona wurden von beiden Politiker als äusserst wichtig eingestuft. Für McCain ging es darum, nicht den Anschluss an den Spitzenreiter zu verlieren. Bush und McCain hatten sich bis zuletzt heftig angegriffen. Der 63-jährige ehemalige Vietnam-Kriegsgefangene McCain warf seinem zehn Jahre jüngeren Gegner «Rufmord» vor. Bush beschuldigte seinen Rivalen, zu Unrecht als Reformer aufzutreten. Er sei als Senator in Washington selber ein Vertreter des «eisernen Dreiecks von Lobbyisten, Geld und Gesetzgebern» gewesen. In Michigan ging es um 58 Delegierte für den Parteitag Anfang August in Philadelphia, auf dem der Kandidat gekürt wird. In Arizona ging es um 30 Delegierte. Zur Nominierung sind insgesamt 1035 Delegierte erforderlich. Auch nach seinen jüngsten Wahlniederlagen liegt Bush derzeit noch vorne. Nach Berechnungen von CNN kommt er auf 105 Delegierte, McCain bringt es auf 86 Delegierte. Die meisten Delegiertenstimmen werden bei einer Serie von Vorwahlen am 7. und 14. März vergeben. Dann entscheiden auch die Wähler in den bevölkerungsreichen Bundesstaaten Kalifornien, New York, Texas und Florida.

(sda)

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