Medaillenfeier im House of Switzerland
publiziert: Sonntag, 17. Aug 2008 / 12:03 Uhr

Drei Stunden und drei Minuten nach dem letzten gewonnenen Punkt auf dem Center Court liefen Roger Federer und Stanislas Wawrinka um 2.13 Uhr ins House of Switzerland ein. Dort wurden die Goldmedaillen der erfolgreichen Doppelspieler gefeiert.

Werner Augsburger, Roger Federer und Stanislas Wawrinka bei der Medaillienfeier im Swisshouse.
Werner Augsburger, Roger Federer und Stanislas Wawrinka bei der Medaillienfeier im Swisshouse.
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Der rote Teppich war ausgerollt, die Blasmusik stand ebenso lange schon bereit wie die hunderten von Gästen mit gezücktem Fotoapparat. Als die schwarze Limousine Federer und Wawrinka vor dem Schweizer In-Treff im Pekinger Kulturviertel stoppte, brandete Jubel auf wie nach dem Olympiasieg der beiden Tennisspieler.

Grimmige Muskelprotze sorgten dafür, dass niemand den Champions in den (ohnehin abgesperrten) Weg kam, bis sie von Olympia-Delegationschef Werner Augsburger und Swiss-Olympic-Präsident Jörg Schild auf einem Podest mit einem Drink empfangen und in einer kurzen Ansprache geehrt wurden.

Stoische Ruhe von Federer und Wawrinka

Bemerkenswert war, mit welch stoischer Ruhe sich Federer und Wawrinka zu später Stunde lächelnd fotografieren liessen und den Schweizer TV-Stationen zur besten Sendezeit nochmals längere Interviews gewährten.

Über drei Stunden nach vollbrachtem Werk im Olympic Green Tennis Center hatten sie kaum eine Minute gehabt, die Medaillen einmal für sich zu geniessen. Journalisten, Fotografen, Sponsoren, Fans: Alle beanspruchten die beiden Olympiasieger beinahe über Strapazen.

Wawrinka war die Aufregung mit Fortdauer der vielen kleinen Zeremonien deutlich anzumerken, Federer wirkte selbst nach stundenlangem Marathon auf und neben dem Court fast gleich frisch und eloquent wie stets.

Immer die gleichen Fragen

Dass Federer immer wieder die gleichen Fragen beantworten muss, ist sich der Baselbieter von seinen zwölf Grand-Slam-Siegen und unzähligen anderen Turniersiegen längst gewohnt.

Als ihn eine einheimische Journalistin an einer weiteren Pressekonferenz fragte, ob er seinen Übernamen in China kenne, verneinte Federer und wartete gespannt auf die Antwort. «Nai Nü» half dem Schweizer nicht entscheidend weiter. Die englische Übersetzung «milk cow» brachte den kleinen Saal dann ebenso zum Lachen wie den verdutzten Federer, der erfuhr, dass die Milchkuh in China als «niedliches, angenehmes Symbol» gelte. «Dann bin ich ja beruhigt.»

Sprachs und brachte mit Wawrinka die letzten Fototermine hinter sich, ehe sich die «Goldjungs» gegen 3.30 Uhr endlich für ein paar Minuten mit ihren engsten Vertrauten zum Nachtessen in die abgesperrte VIP-Zone zurückziehen durften.

(Von Stefan Baumgartner/Si)

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