Mediaset erwägt Angebot für ProSiebenSat.1

publiziert: Freitag, 3. Nov 2006 / 11:06 Uhr / aktualisiert: Freitag, 3. Nov 2006 / 16:51 Uhr

Mailand - Der italienische Medienkonzern Mediaset von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi prüft den Kauf des grössten deutschen TV-Konzerns ProSiebenSat.1.

Zur Mediaset-Gruppe gehören unter anderem die drei grössten TV-Privatsender Italiens, Canale 5, Italia 1 und Rete 4.
Zur Mediaset-Gruppe gehören unter anderem die drei grössten TV-Privatsender Italiens, Canale 5, Italia 1 und Rete 4.
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Am Dienstag wird entschieden, ob ein nicht bindendes Angebot vorgelegt wird. Dies sagte Mediaset-Sprecher Paolo Calvani. Einzelheiten nannte er nicht. «Bisher handelt es sich lediglich um ein vorhandenes Interesse.» Damit wurde ein Bericht der römischen Zeitung «Il Messaggero» bestätigt.

Eine ProSiebenSat.1-Sprecherin wollte das Interesse von Mediaset nicht kommentieren. Die Senderkette ist derzeit mehrheitlich im Besitz einer Investorengruppe um den US-Milliardär Haim Saban. Sie hatte die Sendergruppe günstig nach der Insolvenz der KirchGruppe erworben. Ein Verkauf an die Axel Springer AG scheiterte an Kartellproblemen.

In Branchenkreisen hiess es, die Anteilseigner um Saban hätten Investmentbanken damit beauftragt, den Markt zu sondieren und unverbindliche Angebote einzusammeln. «Das ganze ist aber ergebnisoffen.»

Falls die Offerten nicht attraktiv genug seien, gebe es keinen Druck, kurzfristig auszusteigen. Vorstellbar sei auch, dass die Investoren nur einen Teil ihrer Anteile abgeben. Ein Verkauf noch in diesem Jahr sei «extrem ambitioniert».

Eine Reihe von weiteren Interessenten

Zur Mediaset-Gruppe, die in der Hand der Familie Berlusconi ist, gehören unter anderem die drei grössten TV-Privatsender Italiens. Der Medienkonzern war bereits früher an einer Übernahme der KirchMedia interessiert, zu der ProSiebenSat.1 bis zur Pleite der KirchGruppe gehörte.

Laut Branchenkreisen gibt es neben Mediaset eine Reihe von weiteren Interessenten. Dazu gehören vor allem KKR und Permira. Den beiden Beteiligungsgesellschaften gehört bereits der europäische TV-Konzern SBS.

Hier wäre eine enge Kooperation mit ProSiebenSat.1 oder sogar eine Zusammenlegung denkbar. Als Kaufkandidaten werden zudem unter anderem Apax und Goldman Sachs genannt, die dem Vernehmen nach gemeinsam bieten könnten.

(smw/sda)

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