Medien zelebrieren Zidanes Rückkehr
publiziert: Donnerstag, 4. Aug 2005 / 21:30 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 4. Aug 2005 / 21:51 Uhr

Einen Tag nach seiner überraschenden Rückkehr ins französische Nationalteam erklärte Zinédine Zidane, was ihn zu diesem Schritt bewogen hat.

Ist Zinedine Zidane inzwischen langsamer und physisch verletztlicher geworden?
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"Es war ein Entscheid des Herzens. Ich habe die schönsten Momente meiner Karriere im Trikot der Nationalmannschaft erlebt", äusserte sich Zidane aus dem Trainingslager von Real Madrid in Irdning (Ö). Ein Jahr nach seinem Rücktritt will der 93-fache Internationale Frankreich, unter anderem gegen die Schweiz am 8. Oktober in Bern, zur Weltmeisterschaft 2006 führen.

"Ich will der Mannschaft helfen. Doch im Grunde genommen, ist es nicht das Team, das mich braucht, sondern umgekehrt", so Zidane, der auch mit der baldigen Rückkehr des ebenfalls nach der EM 2004 zurückgetretenen Lilian Thuram rechnet. Claude Makelele hatte bereits am Mittwoch sein Comeback angekündigt.

Medien begrüssen Rückkehr

In Frankreichs Medienlandschaft wurde Zidanes Sinneswandel gefeiert. Die "Equipe tricolore", die in der WM-Qualifikationsgruppe 4 hinter Irland, der Schweiz und Israel nur an vierter Stelle liegt, soll durch die Rückkehr des Spielmachers verlorenes Selbstvertrauen zurückgewinnen.

Die Zeitung "Le Parisien" titelte "Zidane gibt einem ganzen Volk die Hoffnung zurück" und handelte auf seinen ersten drei Seiten dessen Comeback ab.

Rettung eines Landes

Der konservative "Le Figaro" schrieb von "der unglaublichen Rückkehr des Zinédine Zorro", fragte sich aber, ob Zidane, inzwischen langsamer und physisch verletztlicher geworden, der richtige Mann sei, um ein in Nöten geratenes Land zu retten.

L´Equipe freute sich mit den einfachen, aber fettgedruckten Worten: "Er kommt zurück". "Das französische Team wird nun mit seinen besten Aktivposten antreten können. Nach einem Jahr brauchte die Equipe einen elektrischen Schock. Das ist nun geschehen -- jetzt müssen sie nur noch Fussball spielen", kommentierte die Sportzeitung.

Frei sieht Frankreich als Favorit

In der "Equipe" äusserten sich auch Schweizer Exponenten zu Zidanes Comeback. Alex Frei meinte: "Frankreich ist in unserer Gruppe Favorit -- ob mit Zidane oder ohne ihn. Aber seine Rückkehr ist eine gute Neuigkeit für Frankreich."

Für Köbi Kuhns Assistent Michel Pont ändert sich für die Schweiz nichts: "Wir müssen uns auf die Spiele gegen Israel und Zypern konzentrieren. Dass Zidane wieder im Nationalteam spielt, hat für uns in diesem Zusammenhang keinerlei Bedeutung."

(bert/Si)

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