Mediengewalt ist Risikofaktor für Bullying
publiziert: Dienstag, 17. Jul 2012 / 18:47 Uhr
Es fängt mit Zeichentrickfilmen an und endet mit der Real-Gewalt der Nachrichten.
Es fängt mit Zeichentrickfilmen an und endet mit der Real-Gewalt der Nachrichten.

Ames/Wien - Der ständige Kontakt mit Gewalt in Medien kann zu aggressivem Verhalten bei Jugendlichen führen. Er gehört zu den Kriterien, mit denen Schulen gewaltbereite Jugendliche rechtzeitig erkennen können, behauptet Douglas Gentile von der Iowa State University.

die swissfilm gmbh produziert ihren auftragsfilm. kreativ - kompetent und erfolgreich.
swissfilm gmbh
Falkensteinstrasse 27
9000 St. Gallen
4 Meldungen im Zusammenhang
Die Ergebnisse seiner Studie unter 430 Schüler zum Einfluss von Gewalt in Medien wurden in der Zeitschrift «Psychology of Popular Media Culture» veröffentlicht.

Real-Gewalt in Nachrichten

«Der Einfluss von Medien wird immer verharmlost. Es fängt mit Zeichentrickfilmen an und endet mit der Real-Gewalt, der wir tagtäglich in den Nachrichten ausgesetzt sind. Kinder können Gewalt nicht mehr einschätzten und spätestens im Schulalter wird die Hemmschwelle herabgesetzt», sagt Max Friedrich, Vorstand der Universitätsklinik für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters.

Eltern sollen Mobbing mit den verantwortlichen Lehrern und nach Möglichkeit mit dem Schulpsychologen klären. Mit jenen Schülern, die Gewalt ausüben, soll man den Hintergrund erhellen und professionelle Hilfe hinzuziehen, rät der Experte.

Sechs Warnzeichen

Der Studie zufolge gibt es insgesamt sechs Anzeichen für Mobbing. Zusätzlich zur Gewalt in Medien werden der Hang zur Feindseligkeit, schlechte Erziehung, das Geschlecht, physische Diskriminierung und vorherige Ausschreitungen genannt. Gentile betont, dass mit der Anzahl der Risikofaktoren auch die Wahrscheinlichkeit aggressiven Verhaltens steige: «Ein oder zwei Anzeichen sind noch kein Problem. Kinder sind belastbar und können damit umgehen. Ab dem vierten Faktor steigt das Risiko viel höher als man erwarten würde», sagte Gentile.

Häufigkeit des Konsums spielt mit

Der Forscher fragte nach den medialen Vorlieben von Schülern und Lehrern. Dabei stellte er fest, wie gewalttätig diese Inhalte sind. Dieser Wert wurde mit der Häufigkeit des Konsums multipliziert. Dieser wissenschaftliche Ansatz wurde schon mehrmals bei anderen Studie erfolgreich eingesetzt. «Diese Herangehensweise ermöglicht es uns, die wahrscheinlich genaueste Einschätzung über das Gewaltpotential von Jugendlichen durchzuführen.»

Der Einfluss von gewalttätigen Filmen, Spielen und Musik auf Kinder wird dem Forscher nach unterschätzt. Es sei aber die Kombination von den sechs Risikofaktoren, die sich negativ auswirken und Aggressionen hervorrufen können.

Abstract zum Artikel unter http://psycnet.apa.org/journals/ppm/1/1/62/

 

 

(fest/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Pennsylvania - Häufiges Schauen von Filmen, in denen Gewaltszenen oder Sexdarstellungen gezeigt werden, stumpft ... mehr lesen
Im Verlauf der Studie wurde der Filmkonsum von 1.000 Paaren mit Kindern unter die Lupe genommen. (Symbolbild)
Worte wie «Komasaufen», «Raufbolde» und «Kriminalität» wurden am häufigsten mit Jugendlichen assoziiert.(Symbolbild)
London - 81 Prozent der Teenager haben das Gefühl, dass sie von den Medien in einem schlechten Licht dargestellt werden. ... mehr lesen
Michigan/Wien - Gene, Erfahrungen und das Gehirn arbeiten zusammen, wenn es um das Entstehen von anti-sozialem ... mehr lesen
Erziehungsarbeit der Eltern für Kinder besonders wichtig. (Symbolbild)
Bielefeld - Jugendliche leiden enorm darunter, wenn andere private Videos und Fotos von ihnen verbreitet, um sie damit lächerlich zu machen oder bloss zu stellen. mehr lesen 
Filmische Firmen- und Produkteporträts
Denon Film produziert Informations-, Unterhaltungs- und Werbefilme.
Denon Film AG
Hauptplatz 5
8640 Rapperswil
die swissfilm gmbh produziert ihren auftragsfilm. kreativ - kompetent und erfolgreich.
swissfilm gmbh
Falkensteinstrasse 27
9000 St. Gallen
Die Kontrahenten wurden hintereinander von Moderator Jeremy Paxmann und vom Publikum befragt.
Die Kontrahenten wurden hintereinander von Moderator Jeremy ...
Grossbritannien: Wahlkampf  London - Zum Auftakt der heissen Phase des britischen Wahlkampfes hat Herausforderer Ed Miliband im Kampf gegen Premierminister David Cameron Boden gut gemacht. In einer TV-Debatte wurden die Kontrahenten hintereinander von Moderator Jeremy Paxmann und vom Publikum befragt. 
Britischer Premierminister Cameron schliesst dritte Amtszeit aus London - Der britische Premierminister David Cameron hat eine dritte Amtszeit ...
Cameron nannte drei potenzielle Kandidaten für die britische Führung - die Partei hat 'viele Talente' zu bieten.
Erfinder des «Musikantenstadl»  Salzburg - Über ein Vierteljahrhundert begeisterte er Millionen mit seinem ...  
Nun hat er Zeit zum Relaxen.
Kalte statt warme Mahlzeit  London - Der britische Sender BBC trennt sich von dem umstrittenen Moderator der beliebten ...  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2664
    Ein Schmankerl Zitat Kassandra: "Wer mich kennt, weiss, was ich von Religionen halte, ... Sa, 21.03.15 05:15
  • jorian aus Dulliken 1572
    Durcheinander Der Mann lässt den Gegenüber nicht ausreden und das mit meinen ... Do, 19.03.15 12:51
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2887
    Wo... liegt denn wohl die Ursache an der Islamfeindlichkeit? Wäre es ... So, 15.03.15 11:12
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2887
    Als... psychologische Kriegsführung zur Vernichtung von kultureller Identität ... Mo, 09.03.15 09:14
  • Niina aus Oberhausen 1
    Wir sind uns NICHT alle einig. Poetisch, handgemacht, ehrlich und mit dem Schalk im Nacken- das klingt ... Mi, 04.02.15 14:53
  • FrlRottenmeier aus frankfurt 7
    Spiessige Provinz Daran sieht man, wie provinziell doch Zürich ist. Was Zürcher für schön ... Mo, 19.01.15 16:32
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2887
    Leute... die Redaktionen und Karrikaturisten bedrohen, müssten eigentlich längst ... Do, 15.01.15 11:33
  • jorian aus Dulliken 1572
    BLABLABLA! Da hat der Schawinski mal was abgekriegt, dieser Narzist. Die BILLAG ... Sa, 20.12.14 03:55
art-tv.ch «Rote Laterne» im Opernhaus Zürich - Im Gespräch Ein Gespräch zwischen dem Dramaturg Claus ...
Felix Steinbild
news.ch hört sich jede Woche für Sie die interessantesten neuen CDs an und stellt sie Ihnen hier ausführlich vor.


Online hören

Play
PlayerEQ
Mit Flash Player hören
Mit dem eigenen Player hören

Jetzt läuft

timer

Letzte 10 Titel

timer
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 1°C 8°C leicht bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Basel -2°C 9°C leicht bewölkt bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen
St.Gallen 1°C 10°C leicht bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern -1°C 13°C leicht bewölkt bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen
Luzern 1°C 13°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 0°C 14°C leicht bewölkt bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen
Lugano 11°C 18°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten