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Medikamente: Höhere Kosten trotz Preissenkungen
publiziert: Dienstag, 24. Jul 2007 / 10:30 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 24. Jul 2007 / 13:00 Uhr

Bern - Das Medikamentenpreissenkungspaket des Bundes hat laut Preisüberwacher Rudolf Strahm im Jahr 2006 Einsparungen von 365 Mio. Franken gebracht. Trotzdem stiegen die Gesamtkosten weiter - vor allem wegen «Scheininnovationen», wie Strahm bemängelt.

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Der Preisüberwacher Rudolf H. Strahm hat viel gerechnet.
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5 Meldungen im Zusammenhang
Der Bund hatte im Herbst 2005 zwei Massnahmen gegen die hohen Medikamentenpreise durchgesetzt: Zum einen erhöhte der Bundesrat auf Antrag von Gesundheitsminister Pascal Couchepin den Selbstbehalt für Originalpräparate auf 20 Prozent.

Die Idee dahinter: Die Patienten sollten von Arzt und Apotheker wenn immer möglich billigere Generika verlangen, deren Selbstbehalt bei 10 Prozent blieb. Zudem vereinbarte das Bundesamt für Gesundheit mit der Pharmaindustrie Preissenkungen bei älteren Medikamenten.

Der Preisüberwacher hat nun im Nachhinein den Spareffekt der Massnahmen ermittelt, wie er mitteilte: Der gesamte Spareffekt beläuft sich auf rund 365 Mio. Franken.

Die direkte Einsparung aufgrund der Vereinbarung beziffert der Preisüberwacher auf 180 Millionen. Dies liegt unter den erwarteten 250 Millionen.

Die Generika-Verordnung

Bei der Generika-Verordnung schätzt der Preisüberwacher die direkte Einsparung durch die Ersetzung von Originalmedikamenten durch Generika auf rund 65 Millionen. Der indirekte Spareffekt durch freiwillige Senkung der Originalmedikamente beläuft sich auf 120 Millionen.

Trotz der Korrekturen stiegen die Gesamtkosten der Medikamente auf Basis der Endverkaufspreise im Jahr 2006 um 120 Mio. Franken gegenüber dem Vorjahr.

Als Hauptgrund dafür macht der Preisüberwacher ein «legales Schlupfloch» in der Preisvereinbarung aus. Pharmafirmen nehmen laut Strahm alte, preisgünstige Medikamente vom Markt und ersetzen sie durch neue, viel teurere, bei denen häufig bloss alte Wirkstoffe neu kombiniert werden.

(dl/sda)

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