«Völlig unhaltbare» Aussagen
Medizinethiker kritisiert Lewitscharoff
publiziert: Sonntag, 9. Mrz 2014 / 19:42 Uhr
Sibylle Lewitscharoff hatte sich von ihrer Aussage distanziert.
Sibylle Lewitscharoff hatte sich von ihrer Aussage distanziert.

Freiburg - Der deutsche Medizinethiker Giovanni Maio hält die Aussagen von Autorin Sibylle Lewitscharoff zu Retortenkindern für völlig unhaltbar. «Sie bringt ein diffuses Unwohlsein zum Ausdruck, kann dieses aber weder richtig formulieren noch richtig begründen», sagt er.

1 Meldung im Zusammenhang
Lewitscharoff hatte mit einer Rede gegen künstliche Befruchtung am vergangenen Sonntag für einen Eklat gesorgt. Sie bezeichnete Kinder, die so gezeugt wurden, als «Halbwesen». Von diesem Begriff distanzierte sich die Büchnerpreisträgerin inzwischen.

«Das, was sie da gesagt hat, ist nicht nur inhaltlich inakzeptabel, sondern auch auf einem argumentativen Niveau, was dieser Sache letztlich nicht würdig ist», sagte Maio, der an der Universität Freiburg den Lehrstuhl für Medizinethik leitet.

Lewitscharoffs Argumentation, dass im Reagenzglas gezeugte Kinder halb künstlich seien, bezeichnete Maio als vollkommen irrational. «Der Mensch, der durch die künstliche Befruchtung entsteht, ist ja selbst nicht künstlich. Er ist aus den gleichen Keimzellen entstanden wie jeder Mensch, nur dass diese eben nicht im Körper der Frau zusammengekommen sind, sondern ausserhalb des Körpers durch technische Verfahren», sagte Maio der Nachrichtenagentur dpa.

Die Schriftstellerin verwechsele hier die Künstlichkeit der Prozesse mit der Künstlichkeit des Menschen. Diese argumentative Schlussfolgerung sei völlig unhaltbar.

 

(bert/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Berlin - Die deutsche Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff distanziert sich von ... mehr lesen
Sibylle Lewitscharoff hatte künstlich gezeugte Kinder als «Halbwesen» bezeichnet.(Archivbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
-
Publinews Papiliorama  Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Tiere und Pflanzen: erleben Sie das bunte Ballett der exotischen Schmetterlinge, welche frei um Sie herumfliegen, die bizzaren Kreaturen der Nacht, die Regenbogentukane und einheimischen Schmetterlinge, die Gliederfüsser mit ihren aussergewöhnlichen Formen und die Wollschweine, welche sich als Landschaftsgärtner betätigen. Das Papiliorama in Kerzers nimmt Sie mit auf eine spannende Entdeckungsreise. mehr lesen  
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben in der Schweiz in Betrieb. Die Biobank soll zur wichtigen Forschungsressource für massgeschneiderte Medizin werden. mehr lesen  
Wegen Zika - Acht Wochen nur geschützt  Genf - Touristen sollen nach ihrer Heimreise aus Zika-Gebieten mindestens acht Wochen auf ungeschützten Sex verzichten. Das riet die Weltgesundheitsorganisation WHO am Dienstag. mehr lesen  
Erhöhtes Osteoporose-Risiko  Trondheim - In den letzten Wochen der Schwangerschaft gehört die Weitergabe von Kalzium an den Fötus ... mehr lesen  
Die Knochendichte eines Frühchens ist geringer.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 7°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Basel 9°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 7°C 9°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Bern 8°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Luzern 5°C 12°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Genf 7°C 12°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 3°C 10°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten