Mehr Fluglärm in der Nordwestschweiz
publiziert: Mittwoch, 6. Apr 2005 / 18:28 Uhr

Basel - Die Einführung eines neuen Instrumentenlandesystems (ILS) auf dem Flughafen Basel-Mülhausen wird die Nordwestschweiz zusätzlich mit Fluglärm belasten. Rund 53 000 Menschen werden mehr Lärm von Maschinen hören, die unter 2000 Metern Höhe fliegen.

Bis heute wird in Basel-Mülhausen vor allem von Norden her gelandet.
Bis heute wird in Basel-Mülhausen vor allem von Norden her gelandet.
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Die französische Luftfahrtbehörde und das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) präsentierten in Basel den Behörden, Verbänden und Medien das geplante ILS. Nach Angaben von BAZL-Direktor Raymond Cron bringt das ILS keine Überschreitung der Immissionsgrenzwerte in der Schweiz. Es sei aus Sicherheitsgründen zu befürworten.

Mit dem ILS werden die Flugzeuge über die Nordwestschweiz zum EuroAirport (EAP) geführt. Bis heute wird in Basel-Mülhausen vor allem von Norden her gelandet, wobei die Flugzeuge über das Elsass fliegen. Die dortige Bevölkerung wird mit dem ILS stark entlastet.

Ersatz

Die Baselbieter Regierung stimme der Einführung des ILS unter der Bedingung zu, dass es nur als Ersatz der heutigen Sichtanflüge diene, sagte Finanzdirektor Adrian Ballmer. Zudem müsse eine schweizerisch-französische Vereinbarung sicherstellen, dass weiterhin hauptsächlich von Norden her gelandet werde.

Zudem forderte die Baselbieter Regierung eine Beschwerdemöglichkeit für die schweizerische Bevölkerung. Die beiden Luftfahrtsbehörden veröffentlichen deshalb eine Liste mit rund 40 Gemeinden in den Kantonen Basel-Stadt, Baselland, Solothurn, Bern und Jura, die sich im Konsultationsverfahren äussern können.

Abkommen

Der Anflug von Süden soll zudem in einem Abkommen geregelt werden. Der Entwurf sieht vor, dass der Anteil der Südanflüge zwölf Prozent im Jahr nicht überschreiten soll. In den letzten fünf Jahren machten die Südanflüge zwischen fünf und zwölf Prozent aus.

Das ILS kann frühestens im Jahr 2007 seinen Betrieb aufnehmen. Vorher findet das Konsultationsverfahren nach französischem Recht statt. Dieses sieht aber keine aufschiebende Wirkung vor. Der binationale Flughafen, der auf französischem Territorium liegt, verzeichnete im vergangenen Jahr 77 670 Starts und Landungen.

(bert/sda)

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