Fast doppelt so viele wie angenommen!
Mehr Frauen in der Schweiz von Genitalverstümmelung betroffen
publiziert: Mittwoch, 28. Nov 2012 / 14:37 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 28. Nov 2012 / 16:02 Uhr
Laut UNICEF verstösst Genitalverstümmelung gegen fundamentale Menschenrechte. (Archivbild)
Laut UNICEF verstösst Genitalverstümmelung gegen fundamentale Menschenrechte. (Archivbild)

Bern - In der Schweiz werden mehr Frauen und Mädchen Opfer von Genitalverstümmelung als bisher angenommen. Eine neue Studie der UNICEF schätzt die Zahl gefährdeter oder betroffener Frauen auf rund 10'700. Bisher ging man von rund 6700 Betroffenen aus.

6 Meldungen im Zusammenhang
Die Opfer stammen mehrheitlich aus Somalia, Eritrea und Äthiopien, wie UNICEF Schweiz am Mittwoch mitteilte. Auch die Länder Sudan und Ägypten wurden von betroffenen Mädchen und Frauen als Herkunftsland angegeben.

UNICEF analysierte zum dritten Mal nach 2001 und 2004 Ausmass und Problematiken, die sich in der Schweiz im Zusammenhang mit der Genitalverstümmelung stellen. Die Zahlen basieren einerseits auf Schätzungen des Bundesamtes für Statistik und andererseits auf eine Onlinebefragung von Fachpersonen, die oft mit betroffenen Mädchen und Frauen zu tun haben.

Die Studie mit den am Mittwoch publizierten Zahlen wird am Donnerstag an der Jahrestagung von UNICEF Schweiz präsentiert.

Präventionsmassnahmen umsetzen

Seit dem 1. Juli verbietet das Schweizerische Strafgesetzbuch jegliche Form der Genitalverstümmelung. Damit können Personen strafrechtlich verfolgt werden, die ein in der Schweiz wohnhaftes Mädchen beschneiden lassen, auch wenn dies im Ausland geschieht.

UNICEF Schweiz genügt diese Strafnorm nicht. Die Organisation fordert die Umsetzung von Präventionsmassnahmen. «Jetzt gilt es, die bedrohten Mädchen hierzulande effektiv zu schützen», liess sich Elsbeth Müller, Geschäftsleiterin von UNICEF Schweiz, in der Mitteilung zitieren.

Die weltweiten Erfahrungen zeigten, dass Prävention und Repression sich ergänzen müssten, wenn man die schädliche Praktik überwinden wolle. Weltweit seien rund 130 Millionen Frauen beschnitten - alle 15 Sekunden erleide ein Mädchen dieses Schicksal.

Laut UNICEF verstösst Genitalverstümmelung gegen fundamentale Menschenrechte. Der Eingriff sei schmerzvoll und ziehe lebenslange physische und psychische Konsequenzen nach sich: So hätten beschnittene Frauen ein höheres Risiko, an Infektionen, Komplikationen bei der Geburt oder Unfruchtbarkeit zu leiden.

(knob/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
«Praktik die man albern findet?» Absurdes Philosophieren über Genitalverstümmelung.
Dschungelbuch Wie lange wird es wohl noch dauern ... mehr lesen 2
Berlin - Die rituelle Beschneidung ... mehr lesen
In den ersten sechs Lebensmonaten dürfen Säuglinge auch von ausgebildeten religiösen Beschneidern, die keine Ärzte sind, beschnitten werden.
Helmpflicht für E-Biker und Verbot der Genitalverstümmelung.
Bern - Ein Gesetzesartikel gegen die ... mehr lesen
Bern - Die Genitalverstümmelung ... mehr lesen
Der Nationalrat hat die Ergänzung ins Strafgesetzbuch beschlossen.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bern - Die Verstümmelung der Genitalien von Frauen und Mädchen soll in der Schweiz ausdrücklich verboten werden. Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerat Änderungen des Strafgesetzbuches gutgeheissen. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz seit Jahren rückläufig. So viel zu den guten Nachrichten. Damit das auch so bleibt, ist es wichtig, grundsätzlich auf gutes Material an den Schwachstellen (Türen, Fenster, Tore) zu setzen und zusätzliche Sicherungen zu installieren.
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz ...
Publinews Smarter Einbruchschutz  Nahezu alle Diebstahlkategorien weisen eine rückläufige Tendenz auf. 2017 wurden in der Schweiz 4,9 Einbrüche pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das entspricht 113 Einbruch- und Einschleichdiebstählen pro Tag. 2012 lag diese Zahl bei 202. mehr lesen  
Opfer weiterhin vermisst  Rafz ZH - Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag in Rafz ZH zwei Personen verhaftet: Sie stehen unter dem dringenden Verdacht, einen seit dem 22. April vermissten ... mehr lesen
Der 67-Jährige Gino Bornhauser wird seit dem 22. April vermisst.
In Indien hat es 18,3 Millionen Sklaven.
Deutlich höhere Zahl  Sydney/London - Mindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in modernen ... mehr lesen  
Flüchtiger Mörder  Aarau - Der flüchtige Mörder, der aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch AG ausgebrochen ist, hätte in einer Einrichtung mit höherer Sicherheitsstufe untergebracht werden sollen. Von möglichen Institutionen erhielten die Aargauer Behörden allerdings Absagen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 13°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 14°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 12°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 13°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 13°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen wechselnd bewölkt, Regen
Genf 14°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 17°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten