Nationalratskommission
Mehr Geld für Jugend+Sport gefordert
publiziert: Freitag, 24. Apr 2015 / 20:18 Uhr
Die Jugendverbände kritisierten die Beitragskürzungen. (Symbolbild)
Die Jugendverbände kritisierten die Beitragskürzungen. (Symbolbild)

Bern - Jugend+Sport soll mehr Geld erhalten. Das fordert die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) des Nationalrates. Sie hat einstimmig beschlossen, eine entsprechende Motion einzureichen.

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Stimmt das Parlament zu, wird der Bundesrat beauftragt, die jährlichen Mittel für die Aktivitäten von Jugend+Sport zu erhöhen. Das Ziel sei es, auf der Grundlage der heutigen Tarife die finanzielle Kontinuität für Veranstalter und Kantone zu sichern, hält die Kommission in einer Mitteilung vom Freitag fest.

Im Rahmen der Budgetberatungen hatten National- und Ständerat in der Wintersession beschlossen, auf eine Erhöhung der J+S-Gelder zu verzichten. Als Folge davon sinken die Beiträge pro Kind per 1. August.

Das Bundesamt für Sport (BASPO) schreibt dazu auf seiner Homepage, das J+S-Programm sei gewissermassen Opfer des eigenen Erfolgs geworden. Wenn mehr Kinder und Jugendliche Sport trieben, müsse das Geld auf mehr Personen verteilt werden.

Kritik an Beitragskürzungen

Die Jugendverbände kritisierten die Beitragskürzungen. Rund 300 Lager mit über 9300 Kindern seien diesen Sommer direkt betroffen, teilte die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) mit.

Viele Verträge für Lagerplätze und Lagerhäuser seien seit langem unterschrieben. Fänden sich in der kurzen Zeit bis zum Lager nicht andere Geldquellen, müssten die Teilnehmerbeiträge heraufgesetzt werden. Darunter würden vor allem einkommensschwache Familien und solche mit mehreren Kindern leiden.

Heute unterstützt das BASPO Pfadi-, Jubla- oder Trainingslager mit 7.60 Franken pro Tag und Teilnehmer. Ab August werden es nur noch 5.70 Franken sein. Dies entspricht ungefähr dem Niveau der Beiträge bis ins Jahr 2011, vor dem neuen Sportförderungsgesetz.

Der Bundesrat beantragt dem Parlament für das laufende Jahr zwar einen Nachtragskredit von 12 Millionen Franken, über den National- und Ständerat im Juni entscheiden. Dieser Kredit würde jedoch nur den Fehlbetrag bis Ende Juli decken.

(bert/sda)

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