Mehr Geld für Schweizer Filme
publiziert: Freitag, 24. Feb 2006 / 11:55 Uhr / aktualisiert: Freitag, 24. Feb 2006 / 21:45 Uhr

Bern - Seit 1995 hat sich die Zahl der Schweizer Spiel- und Dok-Filme verdoppelt. Kein anderes europäisches Land produziert pro Kopf so viele Kinofilme wie die Schweiz.

Nur wenige Filme locken die Massen ins Kino. (Bild: Mein Name ist Eugen)
Nur wenige Filme locken die Massen ins Kino. (Bild: Mein Name ist Eugen)
Weiterführende Links zur Meldung:

Schweizerischer Verband für Kino und Filmverleih
Wann läuft welcher Film? Wieviele Leute haben den Film schon gesehen? Umfangreiche Datenbank.
www.procinema.ch

Die Schweiz produziert vier Filme pro Million Einwohner. Dabei liegt unser Land bei den Subventionen nur im Mittelfeld.

Dies, obwohl sich die Subventionsbeiträge zwischen 1995 und 2004 gar verdreifacht haben: von 21,7 auf 64,6 Millionen Franken, wie eine Studie des Bundesamts für Statistik nachweist.

Zu verdanken ist der starke Anstieg der Filmförderung vor allem dem Fernsehen. Es hat seine Beiträge im beobachteten Zeitraum vervierfacht, während alle anderen öffentlichen und privaten Institutionen 2004 nur doppelt soviel Subventionen sprachen wie 1995. Heute leistet das Fernsehen über die Hälfte der Filmförderung.

Nur wenige Publikumsrenner

Trotzdem hat es der Schweizer Film an den Kinokassen immer noch schwer: Zwei Drittel der einheimischen Streifen lockten weniger als 5000 Personen ins Lichtspielhaus. Der Marktanteil des Schweizer Films schwankt - mit einigen Ausnahmen - seit 1976 zwischen 1 und 3 Prozent.

Ausnahmejahre mit Publikumsrennern, die den Marktanteil kurzfristig auf über 5 Prozent erhöhen, sind selten : 2003 war das beispielsweise «Achtung, Fertig, Charlie!», letztes Jahr «Mein Name ist Eugen».

Beide verzeichneten über eine halbe Million Eintritte. Nur noch «Ernstfall in Havanna» (2002, 312 000) hatte im beobachtetem Zeitraum über 250 000 Zuschauer.

(rr/sda)

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