Mehr Grenzgänger arbeiten in der Schweiz
publiziert: Dienstag, 17. Jun 2008 / 12:22 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 17. Jun 2008 / 13:48 Uhr

Neuenburg - Auf den Schweizer Arbeitsmarkt gelangen nicht nur viele Ausländer wegen der Personenfreizügigkeit mit der EU. Auch die Zahl der Grenzgänger ist in den letzten fünf Jahren um satte 26 Prozent auf 208 042 geklettert.

Es werden immer mehr Arbeitskräfte gebraucht.
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Nach der Einführung der Personenfreizügigkeit im Jahr 2002 hatte sich die Zunahme der Grenzgängerinnen und Grenzgänger zwar zunächst etwas abgeschwächt. Sie lag aber stets über der Wachstumsrate der Erwerbstätigen insgesamt, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung schreibt.

Die bilateralen Abkommen von 2002 brachten eine Verlängerung der meisten Grenzgängerbewilligungen von ein bis zwei auf fünf Jahre. Mit dem dynamischeren Arbeitsmarkt stieg die Zahl der Grenzgänger kräftig an. Allein zwischen den Startquartalen 2006 und 2007 stieg die Zahl um 9,5 Prozent.

Im ersten Quartal 2008 ist das jährliche Wachstum weniger stark als im Vorjahr, liegt aber mit 5,5 Prozent immer noch über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Wie schon in den Vorjahren ist die Zunahme bei den Frauen (+6 Prozent) höher als bei den Männern (+5,2 Prozent).

Stark vertreten sind die Grenzgänger in der Industrie. 40 Prozent von ihnen arbeiten im zweiten Sektor. Im Dienstleistungssektor sind die Grenzgänger dagegen unterproportional vertreten, doch nimmt hier die Zahl der Grenzgänger stärker zu (+37 Prozent von 2003 bis 2008) als im Industriesektor (+13 Prozent).

Nach Regionen prozentual am stärksten gewachsen ist die Zahl der Grenzgänger im Espace Mittelland (+56 Prozent), gefolgt von der Genferseeregion (+44 Prozent) und Zürich (+34 Prozent). Ungefähr im schweizerischen Durchschnitt entwickelte sich das Tessin (+28 Prozent), während die Ostschweiz (+9,5 Prozent) und die Nordwestschweiz (+7,3 Prozent) unterdurchschnittlich zulegten.

(fest/sda)

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