Mehr Krebsfälle in Europa
publiziert: Mittwoch, 7. Feb 2007 / 09:03 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 7. Feb 2007 / 09:33 Uhr

Paris - Die Zahl der neu entdeckten Krebs-Erkrankungen in Europa ist deutlich gestiegen - und dies vor allem wegen der älter werdenden Bevölkerung. Dies ergab eine Studie des Internationalen Krebsforschungszentrums IARC.

Demnach wurden im vergangenen Jahr in 39 europäischen Staaten etwa 3,2 Millionen neue Fälle festgestellt; dies waren 300 000 mehr als im Jahr 2004. Europaweit starben demnach 1,7 Millionen Menschen 2006 an Krebs.

Den klaren Anstieg bei der Zahl der neu entdeckten Fälle begründeten die UNO-Experten um IARC-Chef Peter Boyle vor allem mit dem Altern und mit den Folgen des Rauchens. Nun müsse dringend gehandelt werden, betonten die Spezialisten.

Häufige Todesfälle durch Rauchen

Allein in den 25 alten Staaten der Europäischen Union droht die Zahl der Krebstoten laut IARC von 1,15 Millionen im Jahr 2006 bis auf 1,3 oder 1,4 Millionen im Jahr 2015 zu steigen. Lungenkrebs bleibt in Europa weiter die tödlichste Krebsart: Allein daran starben im vergangenen Jahr 334 000 Menschen - fast ein Fünftel aller Fälle.

«Die überwältigende Mehrheit der Lungenkrebs-Fälle wird durch Rauchen verursacht», betonte Boyle. In Zentral- und Osteuropa seien vor allem Männer betroffen, vor allem in Nordeuropa zunehmend aber auch Frauen. Regulierung von Tabak müsse eindeutig höchste Priorität haben.

Mehr Brustkrebs neu entdeckt

Auf Platz zwei in der traurigen Rangliste kam Darmkrebs mit 207 400 Toten. Die Fachleute verzeichneten 131 900 Brustkrebs-Tote und 118 200 Magenkrebs-Tote. Unter den neu entdeckten Krebs-Erkrankungen war erstmals Brustkrebs mit 429 900 Fällen am häufigsten, gefolgt von Darm- und Lungenkrebs.

Die Wissenschaftler sammelten Daten aus insgesamt 39 europäischen Ländern. Das IARC ist eine Tochterorganisation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Vereinten Nationen mit Sitz im französischen Lyon. Die jüngste IARC-Studie erscheint im Fachblatt «Annals of Oncology».

(bert/sda)

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