Nach dem Einsturz
Mehr Sicherheit in Bangladeschs Textilfabriken gefordert
publiziert: Donnerstag, 11. Jul 2013 / 09:45 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 25. Jul 2013 / 15:27 Uhr
Die USA möchte ihr eigenes Abkommen für mehr Sicherheit in den kommenden fünf Jahren ausarbeiten. (Symbolbild)
Die USA möchte ihr eigenes Abkommen für mehr Sicherheit in den kommenden fünf Jahren ausarbeiten. (Symbolbild)

Washington - Angeführt von Walmart und Gap haben 17 Unternehmen aus den USA und Kanada ihr eigenes Abkommen für mehr Sicherheit in den Textilfabriken von Bangladesch angekündigt. Die aktuelle Lage in den Nähfabriken sei inakzeptabel, erklärten die Unternehmen in Washington.

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Die Situation zu ändern, seien alle aufgerufen - auch die Fabrikbesitzer, die Regierung von Bangladesch und die Käufer der Kleider und Schuhe in aller Welt.

USA lehnt «europäisches» Brandschutzabkommen ab 

Am Montag erst war ein Brandschutzabkommen in Kraft getreten, das die Arbeitssicherheit in den Fabriken des südasiatischen Landes garantieren soll. Unterschrieben haben es 70 Konzerne vor allem aus Europa. Die grossen US-Firmen lehnten eine Beteiligung ab.

Ihr eigenes Abkommen, die «Initiative für Sicherheit der Arbeiter in Bangladesch», sieht in den kommenden fünf Jahren Inspektionen der Fabriken und Weiterbildungen für die Arbeiter vor.

Inspektionen sieht auch das am Montag in Kraft getretene Brandschutzabkommen vor, bei Mängeln zudem Reparaturen und Renovierungen von Fabrikgebäuden. Wo Gefahr für Leib und Leben droht, sollen die Fabriken sogar umgehend geschlossen werden.

Zweitgrösster Textilproduzent

Auslöser für die Abkommen ist das schlimmste Industrieunglück in der Geschichte Bangladeschs. Beim Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza am Rande der Hauptstadt Dhaka waren im April mehr als 1100 Menschen ums Leben gekommen. In dem Gebäude hatten auch zahlreiche internationale Konzerne Kleidung fertigen lassen.

Bangladesch ist nach China weltweit zweitgrösster Produzent von Textilien. 80 Prozent der Exporte des Landes im Wert von umgerechnet rund 25 Milliarden Franken im Jahr sind Kleidung und Schuhe. Die Beschäftigten bekommen zum Teil nur umgerechnet 37 Franken im Monat.

(dap/sda)

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