Bis zu 10 Prozent mehr Sozialfälle in Schweizer Städten
Mehr Sozialfälle wegen Wirtschaftskrise
publiziert: Sonntag, 22. Jan 2012 / 11:46 Uhr
Neu ist die Zunahme von Sozialfällen bei Personen, die erst Mitte 40 sind und keine Jobs mehr finden.
Neu ist die Zunahme von Sozialfällen bei Personen, die erst Mitte 40 sind und keine Jobs mehr finden.

Bern - Die Wirtschafts- und Währungskrise geht auch an der Schweiz nicht spurlos vorbei. Das geht aus einer Umfrage der Zeitung «Sonntag» bei Sozialämtern in 14 Städten hervor. Die Frage, ob die Sozialfälle 2011 zugenommen haben, bejahen 10 Städte.

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Die höchste Zunahme an Sozialfällen verzeichnen Wohlen AG und Grenchen SO mit plus 10 Prozent. Es folgen Baden AG mit plus 9 Prozent, Luzern mit 8,5, Olten SO mit 7 und Schaffhausen mit plus 5 Prozent.

Bemerkenswert: Die grossen Städte Bern, Zürich und Basel erwarten keinen markanten Anstieg und gehen von stabilen Zahlen aus. Das gilt auch für den Kanton Baselland.

Weiteres Ergebnis: Die Auswirkungen der seit April 2011 geltenden Leistungskürzungen bei der Arbeitslosenversicherung werden sich erst in den nächsten Jahren bei den Sozialämtern bemerkbar machen. Denn Langzeitarbeitslose müssen zuerst ihr Vermögen bis auf 4000 Franken aufbrauchen, bevor sie Sozialhilfe beantragen können.

Ab Mitte 40 bereits altes Eisen

Neu ist gemäss der Umfrage die Zunahme von Sozialfällen bei Personen, die erst Mitte 40 sind und keine Jobs mehr finden. Dieses Phänomen beobachten alle angefragten Städte.

«Wir stehen in einer Wirtschaftskrise. Stellen werden abgebaut. Dabei trifft es auch vermehrt Personen, die erst Mitte 40 sind», sagte Renate Salzgeber, Dozentin der Berner Fachhochschule für soziale Arbeit, in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag».

Leider sei dies kein vorübergehendes Phänomen. «Bei einer Erholung des Arbeitsmarktes sind junge, billige und willige Arbeitskräfte zuerst gefragt.»

Ohne neue Projekte für diese «Generation 46+» bleibe als Alternative nur die «Verrentung», sagte Salzgeber: «Wenn wir nichts machen, dann werden wir zunehmend Menschen haben, die ab 46 unfreiwillig zu sozialabhängigen Frührentnern werden.»

Es gebe bereits einzelne Projekte, in denen für als nicht mehr vermittlungsfähig geltende Langzeitarbeitslose die Suche nach einer neuen Arbeitsstelle nicht mehr das primäre Ziel sei. Das Hauptziel sei, sie sozial zu integrieren und aus ihrer Isolation zu holen.

(asu/sda)

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2 Dinge darf man heute nicht mehr sein
Schweizer und über 40.

Sonst hat man auf dem Arbeitsmarkt keine Chance mehr, sollte man Arbeitslos werden.

Das ist ein Fakt. Die Firmen empfinden Schweizer über 40 heute als Finanzrisiko.

Zu verdanken haben wir dies z.B. dem Club der mächtigen neoliberalen Mittelstandskiller, der Economiesuisse.
Diese lässt eine Milliardenschwere Unternehmenssteuerreform am Volk vorbeimogeln und zermürbt seit über zehn Jahren zusammen mit der SVP und ihren FDP Marionetten unsere Sozialwerke.

Die Firmen wissen heute, dass sie billig und einfach Junge Fachkräfte aus dem Ausland einstellen können. Bereits werden systematisch in vielen Unternehmen über 40 Jährige mit fadenscheinigen Begründungen wegrationalisiert, damit man den jungen billigen Ausländer Platz schaffen kann.

Wir werden am Ende dieses Jahrzehnts haarsträubende Situationen haben, wo der Mittelstand zu einem grossen Teil zum Working Poor gemacht worden ist, oder gar keine Arbeit mehr hat.
Die Arbeitslosenquote, die ebenfalls durch die Mächtigen obererwähnten manipuliert wird, ist in Wahrheit mindestens doppelt so hoch. Nur eben, wer rausfällt und zum Sozialamt geht, wird einfach nicht mehr erfasst.
Und mit der letzten ALV Revision haben wir diesem Treiben noch kräftig in die Hände gespielt.

Geradezu grotesk finde ich den Linken dafür die Schuld zu geben.
Die Triebtäter Nr. 1 in Sachen Zuwanderung begünstigen ist und bleibt die Neoliberale Economiesuisse und ihre Marionettenpartei FDP, während man gleichzeitig den Mittelstand abschafft zum Wohle des Marktes, was nichts anderes heisst, als zum Wohle der Chefetagen der Unternehmen.

Man muss sich fragen, wie lange das Schweizer Volk diese bittere Wahrheit noch verdrängen kann.
Bald wird jeder mindestens einen in der Verwandtschaft oder Bekanntschaft haben, der mit über 40 keinen Job mehr findet. Vielleicht wacht dann das Volk endlich auf.
Wundert mich nicht . . .
. . ., wird doch mit den Sozialfälle geradezu mutwillig spekuliert. Tabaksteuern, Gesundheitskosten, Verkehrsabgaben etc. Bei soviel Lenkung bleibt halt auch jemand auf der Strecke. Von diesen Sozialfällen profitieren ja auch viele Ärzte, die Pharmaindustrie, der Bund und die Kantone.
Arbeitslosengeld - Sozialhilfe
Also Bitte! Ich habe 25 Jahre ununterbrochen in der gleichen Firma gearbeitet (hätte nochmals 20 Jahre dort arbeiten können) und dann den Job verloren wegen übelsten, nachgewiesenen Verleumdungen, Dokumentefälschung, Drohung und Beschimpfungen seitens der Behörden BfM/BVG und Migrationsamt TG. Hatte nie Betreibungen, Steuerschulden etc. Ich erhalte folgendes Arbeitslosengeld nach 25 Jahren lückenloem Einzahlen und nach 15 Monaten unverschuldeter Arbeitslosigkeit: 0 Fr. Arbeitslosengeld, Sozialhilfe 0 Fr. Muss seit über 1,5 Jahren Schwarzarbeit verrichten um die Familie ernähren zu können. Also von Anspruch auf Arbeitslosengeld / Sozialhilfe zu sprechen entspricht nicht der Realität.
Zumindest nicht wenn 25 Jahre lückenlos einbezahlt wurde und man gebürtiger CH-Bürger ist.
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