Mehr als 18'000 Menschen in einer Stadt verschüttet
publiziert: Dienstag, 13. Mai 2008 / 07:08 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 14. Mai 2008 / 19:19 Uhr

Peking - Bei dem schweren Erdbeben in China sind nach offiziellen Angaben in der Stadt Mianyang mehr als 18'000 Menschen von Geröllmassen begraben worden. Die Gesamtzahl der beim Beben getöteten Menschen könnte damit noch massiv ansteigen.

Viele Strassen sind blockiert.
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Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, in Mianyang im Südwesten des Landes seien mehr als 3600 Menschen getötet und mindestens 18 645 weitere verschüttet worden.

Mianyang grenzt an den Kreis Wenchuan, wo das Epizentrum des Bebens lag. Insgesamt sind bei der Naturkatastrophe offiziellen Angaben zufolge mehr als 12'000 Menschen zu Tode gekommen.

Ein starkes Nachbeben hat zudem für neue Panik in der Unglücksprovinz Sichuan im Südwesten des Landes gesorgt. In der Provinz-Hauptstadt Chengdu wackelten am Nachmittag erneut Bürogebäude.

Menschen strömten in Panik auf die Strassen. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua hatte das Nachbeben die Stärke 6,1 auf der Richterskala. Das verheerende Erdbeben am Montag hatte die Stärke 7,8.

Touristen unter den Opfern

Unter den Opfern des Bebens vom Montag sind auch Touristen. Ein Erdrutsch begrub einen Reisebus in Maoxian und tötete 37 Insassen. Mehr als 2000 Touristen steckten in der Präfektur Aba fest. Wie viele Ausländer betroffen waren, ist unklar.

Im Landkreis Wenchuan, wo das Epizentrum des Bebens lag, wurden rund 15 Briten vermisst. Ein Behördensprecher sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua, die Gruppe dürfte das berühmte Pandareservat Woolong besucht haben.

Keine Auswirkungen auf Olympia

Die ersten Rettungskräfte haben den Ort des Epizentrums in Südwestchina erreicht. Trotz Regens trafen 1300 Militärärzte und Soldaten im Landkreis Wenchuan ein.

In Wenchuan ist das Schicksal von rund 60'000 Menschen ungeklärt. Die Strasse ist durch Steine und Erdrutsche verschüttet.

Hilfsaufruf

Das Umweltministerium in Peking kündigte zur Verhinderung eines Atomunfalls die Entsendung von Experten in die betroffenen Gebiete an.

Das chinesische Rote Kreuz startete einen Hilfsaufruf. Nach Angaben der Hilfsorganisation benötigten die Überlebenden dringend Zelte, Decken, Lebensmittel und Trinkwasser sowie Medikamente.

Der Dalai Lama sprach den Angehörigen der knapp zehntausend Todesopfer sein Beileid aus und lobte die chinesischen Behörden für ihre Reaktion nach dem Erdbeben.

Olympia-Fackellauf wir verkürzt

Das verheerende Beben hat auch Folgen für den olympischen Fackellauf. Dieser werde nun verkürzt, teilte das Organisationskomitee der Olympischen Spiele in Peking mit.

Das schlimmste Erdbeben in China seit 32 Jahren war bis nach Bangkok und Peking zu spüren. Das Pekinger Erdbebenamt sprach von einer Stärke 8,0, doch gaben andere seismologische Institute in China und den USA die Stärke übereinstimmend mit 7,8 an.

(fest/sda)

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