Mehr als 1800 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gerettet
publiziert: Sonntag, 5. Apr 2015 / 15:32 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 5. Apr 2015 / 21:20 Uhr
Die Geretteten seien auf die Insel Lampedusa und in Hafenstädte auf Sizilien gebracht worden, teilte die Küstenwache am Sonntag mit. (Symbolbild)
Die Geretteten seien auf die Insel Lampedusa und in Hafenstädte auf Sizilien gebracht worden, teilte die Küstenwache am Sonntag mit. (Symbolbild)

Rom - Im Mittelmeer sind am Samstag mehr als 1800 Bootsflüchtlinge gerettet worden, die zwischen Sizilien und der libyschen Küste in Seenot geraten waren. Laut der italienischen Küstenwache wurden rund 1500 Flüchtlinge von Küstenwache und Militär aus drei Booten gerettet.

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Laut der Küstenwache hatte eines der Flüchtlingsboote einen Notruf per Satellitentelefon abgesetzt. Die daraufhin entsandten Schiffe hätten in der Nähe des Boots zwei weitere entdeckt, die sich ebenfalls in Seenot befunden hätten.

Die Flüchtlinge seien dann von vier Schiffen der Küstenwache und einem Marineschiff aufgenommen worden. Von dort würden die Menschen weiter nach Lampedusa und Sizilien gebracht.

Zuvor hatte das an der Überwachung der EU-Grenze beteiligte isländische Marineschiff «Landhelgisgaeslan» bereits 318 Flüchtlinge aufgenommen und sie am Samstagabend in den Hafen von Pozzallo auf Sizilien gebracht. Unter den Geretteten waren den Angaben zufolge 14 Kinder und fünf schwangere Frauen.

Zahl verdreifacht

Die Zahl der illegalen Einwanderer in die Europäische Union hatte sich im vergangenen Jahr fast verdreifacht. Nach UNO-Angaben starben von den knapp 220'000 Flüchtlingen, die 2014 über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen versuchten, mindestens 3500 Menschen.

Die Schleuser benutzen oft alte, kaum seetaugliche Boote, die zudem völlig überfüllt sind. Vor allem die chaotische Lage im nordafrikanischen Libyen führt dazu, dass immer mehr Flüchtlinge die gefährliche Überfahrt antreten.

(bert/sda)

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Waren...
im Anfangsstadium noch kleine „Nussschalen“ bei der Überfahrt in Einsatz, organisiert von lokalen Schlepperbanden der nordafrikanischen Küstenländer, so regiert heute der professionelle Einsatz mächtiger Organisationen mit viel Einfluss und Geld.
Wer kauft die Schiffe, wer versichert sie und meldet sie im Register an? Auch die Vertuschung der offiziellen Besitzverhältnisse über ein Konglomerat von Scheinfirmen in aller Herren Ländern, lässt auf einen intelligenten Unterbau im Schleusergeschäft vermuten.
Grosse Schiffe nehmen nicht die direkte Route über das Mittelmeer, sondern kreuzen küstennah durch türkische und griechische Gewässer um etappenweise zahlungskräftige junge Männer aufzunehmen.
Sobald die Nähe italienischer Gewässer erreicht ist, wechselt die Crew auf ein „Power-Schlauchboot“ und entfernt sich vom Schiff zum nächsten Auftrag. Ein Passagier ruft dann per Handy um Hilfe.
Warum verfolgt die italienische Küstenwacht nicht das nächtliche Geschehen in internationalen Gewässern, sondern erst wenn die Schiffe in Sichtweite sind? Fragen über Fragen, die kaum zu erklären sind.
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