Mehr als 300 Tote nach schwerem Erdbeben
publiziert: Donnerstag, 30. Okt 2008 / 08:07 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 30. Okt 2008 / 17:20 Uhr

Islamabad - Nach dem schweren Erdbeben in Pakistan rechnen die Behörden mit mehr als 300 Toten. Zahlreiche der rund 46'000 Obdachlosen bereiten sich auf eine weitere eisige Nacht im Freien vor.

Die Bewohner versuchten Schutz vor der Kälte zu finden. (Archivbild)
Die Bewohner versuchten Schutz vor der Kälte zu finden. (Archivbild)
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Laut den Behörden in der Stadt Ziarat starben 300 Menschen während des Bebens oder danach an ihren Verletzungen. Tausende Überlebende warteten weiter auf Hilfe. In dem am schwersten betroffenen Dorf Wam waren in der Nacht noch keine Zelte für die Erdbebenopfer eingetroffen, wie ein AFP-Korrespondent vor Ort berichtete.

Die Dorfbewohner kauerten sich bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt um Lagerfeuer und versuchten, in den Ruinen ihrer eingestürzten Lehmhäuser Schutz vor der Kälte zu finden.

Manche Orte noch abgeschnitten

In manche Orte konnten die Rettungskräfte noch nicht vordringen. Schätzungen zufolge sind rund 46'000 Menschen in der Region obdachlos geworden oder auf Hilfe angewiesen. «Wir haben noch keinen gesehen, weder von der Regierung, noch von Hilfsorganisationen», beklagte sich ein Bewohner des Dorfes Kan Bangla.

Der Bürgermeister von Ziarat, Dilawar Kakar, sagte, das Katastrophengebiet erhalte von der Regierung nicht die erwartete Hilfe. «Das geht sehr langsam», kritisierte er.

Zudem machten den Menschen in Belutschistan die zahlreichen Nachbeben zu schaffen. Die pakistanische Meteorologie-Behörde zählte 253 Nachbeben, davon sechs schwere.

Aus Angst im Freien übernachtet

Viele Verletzte hätten aus Angst ausserhalb der Spitäler geschlafen. Trotz der Kälte stellten sie ihre Betten auf die Strasse, wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) berichtete.

Das UNO-Welternährungsprogramm (WFP) teilte mit, es werde Obdachlosen mit Nahrungsmitteln helfen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kündigte die Entsendung von medizinischen Hilfsgütern und Nahrung für 50'000 Menschen an. Auch die EU und die USA sicherten Hilfe zu.

Die Regierung in Islamabad wollte von sich aus keinen Hilfsappell an die Staatengemeinschaft richten. Pakistan ist schwer von der Finanzkrise betroffen und steht kurz vor dem Staatsbankrott.

(smw/sda)

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