Neubeginn
Mehr als 400 Zeugen beim Prozess um «Costa»-Havarie erwartet
publiziert: Mittwoch, 17. Jul 2013 / 09:58 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 17. Jul 2013 / 11:41 Uhr
Der Ex-Kapitän Francesco Schettino.
Der Ex-Kapitän Francesco Schettino.

Grosseto - Der Prozess um die Havarie der «Costa Concordia» mit 32 Toten ist am Mittwoch im toskanischen Grosseto fortgesetzt worden. Zu Beginn der Verhandlung, an der auch der einzige Angeklagte Kapitän Francesco Schettino teilnahm, wollte sich das Gericht zunächst mit Verfahrensfragen befassen.

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So muss das Gericht voraussichtlich entscheiden, ob noch weitere Nebenkläger zugelassen werden. Auch die Anklage gegen Schettino könnte am Mittwoch verlesen werden.

32 Tote

Das Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» war im Januar 2012 vor der Mittelmeer-Insel Giglio auf einen Felsen gefahren, war dabei aufgeschlitzt worden und gekentert. 32 Menschen starben, zwei der Opfer werden eineinhalb Jahre nach dem Unglück noch vermisst.

Die Staatsanwaltschaft wirft Schettino vor, mit dafür verantwortlich zu sein, dass das Schiff zu nahe an die Insel heranfuhr. Zudem soll er den Kreuzfahrtriesen noch vor Ende der Evakuierung verlassen haben. Schettino selbst hält sich nicht für den Hauptschuldigen.

Kapitän einziger Angeklagter im Verfahren

Der Kapitän ist der einzige Angeklagte in dem Verfahren, ihm droht eine langjährige Haftstrafe. Dem 52-Jährigen werden unter anderem mehrfache fahrlässige Tötung und Körperverletzung, Havarie und Verlassen des Schiffes vorgeworfen.

Fünf weitere Beschuldigte, darunter der Steuermann und zwei Offiziere, hatten sich in den Voranhörungen mit der Staatsanwaltschaft auf Absprachen über das Strafmass geeinigt. Das Gericht in Grosseto soll am 20. Juli entscheiden, ob es dieses Vorgehen zulässt.

Prozess dürfte sich hinziehen

Wegen des grossen öffentlichen Interesses findet der Prozess weiter in dem umfunktionierten «Teatro Moderno» in Grosseto statt. Das Gericht hat zunächst drei Verhandlungstage für Mittwoch, Donnerstag und Freitag angesetzt.

Es wird erwartet, dass sich der Prozess allein bis zu einem Urteil in erster Instanz über Monate hinzieht. Mehr als 400 Zeugen sind geladen, mehr als 200 Nebenkläger zugelassen, darunter auch die Reederei Costa Crociere und die Insel Giglio.

(dap/sda)

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