Mehr als 60 Tote durch Erdbeben in Iran
publiziert: Sonntag, 30. Mai 2004 / 17:51 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 30. Mai 2004 / 18:33 Uhr

Teheran - Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben im Norden Irans ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 60 gestiegen. Auf einer Strasse von Teheran ans Kaspische Meer seien 20 Leichen aus Autowracks geborgen worden.

Dies berichtete der Rote Halbmond. Nach Angaben von Helfern ist unklar, wie viele Menschen noch unter den Trümmern auf der Strasse liegen, auf der die meisten Menschen bei der Katastrophe umgekommen waren. Es werden jedoch bis zu 40 Opfer befürchtet.

Beim Beben waren in der bergigen Region Felsbrocken auf insgesamt 2000 Autos gestürzt. Das staatliche Fernsehen gab die Zahl der Todesopfer weiter mit 35 an. Mehr als 250 Menschen wurden verletzt.

Beim Absturz eines Rettungshelikopters in der Erdbebenregion waren zudem neun Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sind der Gouverneur der Provinz Kaswin, sein Stellvertreter und der örtliche Polizeikommandant. Sie befanden sich von einer Inspektionstour in den betroffenen Orten Alamut und Rudbar auf dem Weg zurück in die Provinzhauptstadt Kaswin.

Berichten zufolge sind die Rettungsarbeiten in der Krisenregion teilweise eingestellt worden. Medien meldeten, dass die Arbeiten in der Provinz Kaswin beendet und alle Opfer versorgt sein sollen.

In der Provinz Masandaran, in der auch die verschüttete Strasse liegt, wollen die Helfer ihre Rettungsarbeiten noch im Laufe des Tages abschliessen. Der Rote Halbmond schickte insgesamt rund 6000 Zelte in die betroffenen Regionen.

Das Beben hatte nach Angaben des Nationalen Erdbeben-Informationszentrums NEIC der USA mit 6,3 auf der Richterskala dieselbe Stärke wie das katastrophale Beben von Bam vor rund fünf Monaten mit mehr als 26 000 Toten.

(bert/sda)

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