Mehr sexuell ausgebeutete Kinder und Jugendliche
publiziert: Freitag, 22. Jun 2007 / 21:05 Uhr

Zürich - 1114 Fälle von sexuell ausgebeuteten Kindern und Jugendlichen hat die Beratungsstelle Castagna im vergangenen Jahr registriert. Das sind 6,7 Prozent mehr als im Jahr 2005. Ebenfalls erneut gestiegen ist die Zahl der jugendlichen Täter.

Es gab wieder mehr Fälle sexueller Übergriffe.
Es gab wieder mehr Fälle sexueller Übergriffe.
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2006 verzeichnete die Beratungsstelle für sexuell ausgebeutete Jugendliche und Kinder 132 Fälle, bei denen die Täter Jugendliche waren, wie es im Jahresbericht von Castagna heisst. Das sind 23 Prozent mehr als im Vorjahr.

Massiv gestiegen sind gemäss Castagna auch die gemeldeten Fälle von sexuellen Übergriffen durch Geschwister. So gaben im letzten Jahr 129 Opfer an, vom Bruder ausgebeutet worden zu sein. Das sind beinahe fünfmal mehr Opfer dieser Kategorie als im Vorjahr, als es noch 27 derartige Fälle waren.

«Nachdem wir im vergangenen Jahr Übergriffe von Geschwistern speziell thematisiert haben, gab es einen richtigen Boom», sagte Regula Schwager von der Beratungsstelle Castagna am Freitag auf Anfrage. Man habe damit ein tabuisiertes Thema aufs Tapet gebracht und viele Menschen dazu bewogen, endlich darüber zu reden.

Beobachtete Veränderungen

Schwager glaubt nicht, dass die Ausbeutung von Kindern generell zunimmt. «Wir beobachten jedoch Veränderungen in der Art und Weise der Übergriffe.» Eine neue Entwicklung seien etwa die vermehrten Fälle unter Jugendlichen, sagte Schwager.

Die Beratungsstelle Castagna wurde 1992 gegründet. Sie will die Bevölkerung informieren und sensibilisieren. Seit 1993 ist sie eine kantonal anerkannte Opferhilfestelle und erhält damit Subventionen des Kantons Zürich.

(smw/sda)

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