Mehrere Tote durch zwei Autobomben in Irak
publiziert: Donnerstag, 15. Jul 2004 / 10:14 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 15. Jul 2004 / 11:29 Uhr

Bagdad - Bei dem Autobombenanschlag in der Stadt Haditha im Westen Iraks sind nach jüngsten Angaben mindestens zehn Menschen getötet worden, darunter sieben Polizisten. 27 weitere Menschen seien bei dem Attentat verletzt worden.

Wieder war die irakische Polizei Ziel des Anschlags. (Archiv)
Wieder war die irakische Polizei Ziel des Anschlags. (Archiv)
Dies teilten die Polizei und das örtliche Spital der Provinz Anbar mit. Zuvor hatte ein Sprecher des irakischen Innenministeriums in Bagdad erklärt, drei Polizisten seien getötet worden, als sie zum Dienst antreten wollten. Nähere Angaben zum Tathergang oder den möglichen Angreifern machte er nicht.

Haditha liegt rund 200 Kilometer westlich der irakischen Hauptstadt Bagdad. Bislang war die Stadt von der Gewalt in der sunnitischen Provinz Anbar weitgehend ausgespart geblieben. Die Städte Falludscha und Ramadi sind hingegen immer wieder Schauplatz von Anschlägen und Kämpfen.

In der schiitischen Pilgerstadt Kerbela explodierte am frühen Morgen eine Autobombe in der Nähe des Hauptquartiers der bulgarischen Truppen. Wie ein Polizeisprecher berichtete, hatten Polizisten die Männer verfolgt, weil sie befürchteten, das Fahrzeug könnte mit Sprengstoff beladen sein.

Gemäss Augenzeugen konnten zwei Extremisten fliehen. Drei weitere wurden mit dem Wagen in die Luft gesprengt.

Bei einer weiteren Explosion im Norden Iraks wurde eine Ölpipeline beschädigt. Die Exporte von Kirkuk zum türkischen Terminal Ceyhan hätten daraufhin teilweise gestoppt werden müssen, teilte der Vertreter einer Ölfirma mit.

In Kerbela demonstrierten rund 1000 Menschen gegen den Terrorismus. Ausserdem forderten sie die Todesstrafe für den Ex-Machthaber Saddam Hussein.

(fest/sda)

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