Mehrere Unfälle mit Toten in den letzten Jahren
publiziert: Donnerstag, 3. Jan 2008 / 21:00 Uhr

Kleine Scheidegg BE - Sessellift- oder Gondelbahn-Unfälle mit tödlichem Ausgang hat es in den letzten Jahren in der Schweiz immer wieder gegeben. Meist sind unvorsichtiges Verhalten der Passagiere oder Pannen die Ursache.

Ein Restrisiko kann nie ausgeschlossen werden.
Ein Restrisiko kann nie ausgeschlossen werden.
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An Ostern letzten Jahres ereigneten sich gleich drei Unfälle innerhalb von vier Tagen. In Verbier VS verletzte sich ein 7-jähriger Knabe aus England bei einem Sturz von einem Sessellift am Kopf und am Bauch. Der Knabe hatte beim Besteigen des Sessels nicht richtig Platz genommen.

Zuvor war ein 7-jähriges Mädchen am Hornberg BE in Saanenmöser aus einem Sessellift 17 Meter tief gefallen und mittelschwer verletzt worden. Nur einen Tag später stürzte ein 5-Jähriger von einem Sessellift in Celerina GR und fiel sechs Meter tief. Er verletzte sich nur leicht.

Orkan «Lothar»

Vergleichbar mit dem Unfall auf der Kleinen Scheidegg war ein Vorfall am Tag des Orkans «Lothar» vom 26. Dezember 1999 im Wallis. Zwei Touristen starben, als Sturmwinde einen Baum auf das Tragseil der Seilbahn zwischen Crans und Cry d'Er gekippt hatten. Eine Kabine mit sechs Personen stürzte ab.

Bei einem Nassschnee-Rutsch wurden am 14. März 1999 drei Personen aus zehn Meter Höhe aus einem Sessellift in Meiringen-Hasliberg katapultiert. Vier weitere Personen erlitten Verletzungen. Gegen 220 Fahrgäste wurden evakuiert.

Wegen eines Achsbruches stürzten Mitte Dezember 1996 auf der Riederalp mehrere Gondeln in die Tiefe. Ein 36-jähriger Fahrgast kam dabei ums Leben, 18 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Bahn war erst ein Jahr in Betrieb.

Mehrere Tote in den letzten Jahren

Im Juni 1995 stürzte ein vierjähriger Knabe kurz vor der Talstation in Saas Grund VS aus einer Gondel der Saas Grund-Trift-Bahn aus 30 Metern Höhe zu Tode. Bei einem Sesselliftunglück wurden im Juni 1994 in Eischoll bei Raron VS zwei Menschen getötet und zehn verletzt. Ein Zweiersessel löste sich aus der Halterung, rutschte auf dem Seil zu Tal und riss weitere Sessel mit.

Sieben Verletzte forderte im April 1993 ein Unfall der Seilbahn Les Collons-L'Etérolla bei Sitten. Dabei hatten sich wegen einer blockierten Laufrolle eines Mastes vier Sessel aus dem Tragseil gelöst und waren rund acht Meter in die Tiefe gestürzt.

Zwei Unfälle 1990

Im Februar 1990 wurde ein elfjähriger Knabe bei einem Gondelunfall in Leysin in den Waadtländer Alpen tödlich verletzt. Bei der Bergstation Berneuse wurde er vor den Augen seiner Eltern von einer Gondel erdrückt, die sich aus der Halterung gelöst hatte.

Ebenfalls im Februar 1990 wurden beim Absturz einer Kabine der Gondelbahn Torrentalp-Rinderhütte beim Walliser Kurort Leukerbad zwei Personen schwer und eine weitere leicht verletzt. Die Gondel stürzte bei der Mittelstation acht Meter in die Tiefe und schlug auf dem Boden auf.

Im September 1988 kam eine 54jährige Frau ums Leben, als ein Sessel der Firstbahn Grindelwald BE wegen einer Fehlkupplung abstürzte. Am 14. Dezember 1987 stürzten vier Arbeiter von der Rettungsplattform der Seilbahn Ried-Mörel-Riederalp acht Meter in die Tiefe. Sie erlitten schwere Verletzungen.

(fest/sda)

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Das Seil und die Rollenbatterie des Sessellifts wird demontiert und untersucht.
Über die genauen Windverhältnisse wird eine Expertise erstellt.
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