Aus Aufstand wird Bürgerkrieg
Mehrere libysche Küstenstädte heftig umkämpft
publiziert: Samstag, 5. Mrz 2011 / 18:53 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Apr 2011 / 11:41 Uhr
Ras Lanuf mit seinem Ölhafen war heute wieder heftig umkämpft
Ras Lanuf mit seinem Ölhafen war heute wieder heftig umkämpft

Tripolis - In mehreren libyschen Küstenstädten haben sich Aufständische erneut heftige Kämpfe mit den Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi geliefert. Die Rebellen, die praktisch den gesamten Osten des Landes kontrollieren, verzeichneten am dortigen Frontabschnitt Erfolge.

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Am Samstag festigten die Aufständischen ihre Kontrolle über den in der Nacht zuvor eroberten Ölhafen Ras Lanuf. Sie schossen dort ein Kampfflugzeug der Luftwaffe ab, wie ein Kämpfer sagte. Einem Reuters-Reporter wurde das Flugzeug gezeigt.

Rebelleneinheiten stiessen ausserdem weiter in westlicher Richtung auf Sirte vor. Die Geburtsstadt Gaddafis galt bislang als Hochburg seiner Milizen.

Die Aufständischen haben nach eigenen Angaben die Küstenstadt Brega, die 200 Kilometer südlich von Benghasi liegt, seit Mittwoch in ihrer Kontrolle. Vertreter der Regierung machten zur dortigen Lage widersprüchliche Angaben.

Panzer rücken in Sawijah vor

Regierungstreue Truppen haben in der umkämpften Stadt Sawijah nach Angaben eines Arztes ein Blutbad angerichtet. «Das ist ein echtes Massaker. Die Lage ist katastrophal», sagte der Arzt in der etwa 60 Kilometer westlich der Hauptstadt Tripolis gelegenen Stadt am Samstag in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur AFP.

Gaddafis Truppen hätten viele Menschen getötet. «Sie haben meine Tochter getötet», fügte er hinzu und brach in Tränen aus.

Zuvor hatten Augenzeugen berichtet, Gaddafis Truppen seien mit Panzern in Sawijah eingerückt und hätten das Feuer auf Häuser eröffnet. «Der Granatbeschuss hört gar nicht auf», sagte ein Bewohner der Stadt der AFP. Zuvor hatte es geheissen, die Stadt sei in der Hand der Rebellen, werde jedoch von Truppen Gaddafis belagert.

Rat der Aufständischen für Flugverbotszone

Der von Aufständischen in Libyen gebildete Nationalrat hat am Samstag die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert, eine Flugverbotszone über dem Land einzurichten.

Staatschef Muammar al-Gaddafi solle auf diese Weise daran gehindert werden, «sein eigenes Volk zu bombardieren», verlautete aus Kreisen der Aufständischen in der östlichen Stadt Benghasi.

Ein Eingreifen ausländischer Truppen auf libyschem Boden werde hingegen strikt abgelehnt. Dem Nationalrat gehören 31 Komitees aus «befreiten» Städten an. Das Gremium tagte am Samstag erstmals an einem geheimen Ort in Benghasi.

(et/sda)

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