Mehrfach-Ausbrecher muss 17 Jahre ins Gefängnis
publiziert: Montag, 15. Dez 2008 / 09:28 Uhr

Paris - Der berüchtigte Mehrfach-Ausbrecher Antonio Ferrara ist vor dem Schwurgericht in der französischen Hauptstadt Paris zu 17 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Richter blieben damit bei ihrem Urteilsspruch in der Nacht auf Montag unter der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Antonio Ferrara muss für 17 Jahre ins Gefängnis.(Symbolbild)
Antonio Ferrara muss für 17 Jahre ins Gefängnis.(Symbolbild)
Diese hatte wegen seines spektakulären Ausbruchs im Jahr 2003 aus dem Gefängnis von Fresnes 20 Jahre Haft für den 35-Jährigen gefordert. Seinen ehemaligen Verteidiger Karim Achoui sowie einen ehemaligen Wächter im Gefängnis von Fresnes wurden wegen Mittäterschaft zu sieben beziehungsweise zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Der frühere Wächter stand im Verdacht, Ferrara Sprengstoff und ein Mobiltelefon verschafft zu haben.

Wegen Banküberfall im Gefängnis

Der wegen eines Banküberfalls einsitzende Ferrara war im März 2003 von einem in Polizeiuniformen gekleideten und mit Raketenwerfern bewaffneten Kommando befreit worden. Vier Mitglieder des Kommandos wurden wegen versuchten Mordes zu 15 Jahren Haft verurteilt. Zwölf weitere Angeklagte wurden zu Strafen zwischen vier Monaten Haft auf Bewährung und elf Jahren Gefängnis verurteilt.

1998 war Ferrara bereits einmal aus der Haft geflohen. Die Ausbrüche des Gewaltverbrechers hatten eklatante Mängel im französischen Strafvollzug offenbar gemacht.

(sl/sda)

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