Verhüllungsverbot
Mehrheit befürwortet Burka-Verbot in der Schweiz
publiziert: Sonntag, 21. Dez 2014 / 09:21 Uhr
Auch in der eher weltoffeneren Romandie sprachen sich 60 Prozent der Befragten für ein Burkaverbot aus.
Auch in der eher weltoffeneren Romandie sprachen sich 60 Prozent der Befragten für ein Burkaverbot aus.

Bern - Ein Verbot für der Burka würde in der Schweiz nach einer Umfrage eine Mehrheit finden. 62 Prozent von rund Tausend Befragten würden ein Verbot des Ganzkörperschleiers auf nationaler Ebene demnach befürworten.

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In der Umfrage des Instituts Léger im Auftrag des «SonntagsBlick» lehnten rund ein Drittel der Befragten ein Verbot ab. Sechs Prozent der Teilnehmer antworteten mit «Weiss nicht». Zum Zeitpunkt der Umfrage und weiteren Details wie der konkret gestellten Frage macht die Zeitung keine Angaben.

Zustimmung fand ein Verbot in allen Altersgruppen und Regionen, wie das Blatt schreibt. Auch in der eher weltoffeneren Romandie sprachen sich demnach 60 Prozent der Befragten für ein Verbot aus. Ältere Befragte stimmten dem Verbot eher zu als jüngere. Ein Burka-Verbot wird namentlich in den Reihen der SVP gefordert.

Ein Verbot von Gesichtsverschleierungen hatte der Kanton Tessin im September 2013 eingeführt. 65,4 Prozent der Stimmenden hiessen eine entsprechende Volksinitiative gut. Die Räte müssen diesen Entscheid noch gewährleisten. Der Bundesrat beantragt ihnen, dies zu tun. Das Verbot sei verfassungskonform auszulegen, argumentiert er.

(asu/sda)

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UNSERE Gesetze, hier bei uns, die müssen gelten ...
Ich orientiere mich u.a. auch bei AVAAZ.com. Sie auch?
Ich denke, dass man/ich u.a. uns engagieren können für weltweite Proteste, die dann die Angesprochenen auch erreichen.

Denen sollte/kann es nicht egal sein, was viele Millionen Erdenbewohner zu Ungerechtigkeit bis hin zu Greuel- und Schandtaten denken und sagen - und dagegen handeln wollen. Ich denke, so im Sinne von "steter Tropfen" hölt Steine!
Richtig thomy, Gesetz ist Gesetz
Im Endeffekt läuft es auf's Gleiche hinaus, meine Ansicht von der Gleichberechtigung der Frau führt ebenso zu einem Burkaverbot, wie der Gedanke einer "Vergeltung" von Verboten der Muslime für christliche Symbole.
Die Sache ist nicht so einfach und wer welchen Gedanken beim Kreuzchenmachen an der Urne hat, ist ja nicht zu erkennen, was auch gut so ist.
Es kommt am Ende darauf an, wie wir das Ergebnis den muslimischen Mitbürgern klar machen wollen, falls ein solches Verbot zustande kommen sollte. Die werden sich sicher auf die Religionsfreiheit berufen, dann müssen wir klarmachen, dass Frauendemütigung nichts, aber auch gar nichts mit Religion zu hat. Ob das gelingen kann?
So, oder so, es wird zu gehässigen Auseinandersetzungen kommen in dieser Frage und ich habe keine Ahnung, wie man das richtig anpacken sollte.
Das Übelste dabei ist, dass ich ohne meinen Willen in dieser Frage auf der Seite der SVP stehen werde, keine schöne Vorstellung für mich.
Viel dringlicher wäre ein Grosseinsatz gegen diese barbarische Mädchenbeschneidungen, die ebenfalls nichts mit Religion zu haben. Wie schön wäre es, wenn sich hier die SVP einmal engagieren würde. Denen geht es aber immer nur ums Niedermachen des Fremden, weswegen sollten die sich um's Wohl von kleinen muslimischen Mädchen kümmern?
Ja, Kassandra, da gebe ich dir Recht
Ich denke, dass WIR hier bestimmen, was unsere Gäste und Besucher und zum Bleiben Einreisende zu beachten haben, bezgl. Verhalten, unseren Traditionen und Gesetze zu respektieren haben!

Wenn die Schweiz per Volksabstimmung ein Burka- resp. Vermummungsverbot einführen würde, dann wäre das ein neues Gesetz, das niemand verletzen dürfte dürfte! Ich sehe da nicht ein, dass man da von "Vergeltung" reden kann !

Jedoch, was du da aufzählst, als weitere Argumente, da kann ich dir weitest gehend zustimmen! Ich danke dir für diese Ergänzungen.
thomy, das ist es eigentlich nicht!
Wie du mir. so ich dir, ist meiner Ansicht nach, nicht der richtige Weg. Ich las gerade von einem Schweizer Bischof in einem arabischen Staat, der nicht einmal ein Kreuz an seiner Kirche anbringen darf. Nicht einmal ein Relief eines Kreuzes, obschon in der Weihnachtsnacht dreimal mehr als 8000 Menschen zu drei Messen in die Kirche kamen, also ein Bedarf besteht.
Aber sollen wir Gleiches mit Gleichem vergelten? Dann sind wir doch nicht besser als diese Undemokraten. Die Fronten verhärten sich und eine echte Aufklärung wird nie stattfinden.
Ich bin auch für ein Burkaverbot, aber ich bin es wegen der Frauenverachtung, die mit der Burka verbunden ist. Wenn die Burka etwas islamisches wäre, dann könnte man die Burka als religiöses Symbol begründen, sie ist jedoch nicht islamisch, denn sonst würden die Frauen in allen islamischen Staaten sich verhüllen, nein, es ist ein vorislamischer, nicht religiöser, patriachalischer Brauch, der im Nachhinein religiös verbrämt wurde.
Schluss mit diesem frauenfeindlichen Kleidungsstück! Aber nicht aus Vergeltung, sondern weil es ein widerlichler und verlogener, frauenfeindlicher Brauch ist, der mit nichts ausser mit Machtmissbrauch zu erklärbar ist!
Ausserdem kann man nicht erkennen, ob sich darunter wirklich eine Frau versteckt!
Burka-Tragverbot in der Schweiz ...
Ich denke JA!
Diese Frauen bewegen sich bei uns in absolut fremdem Terrain! WIR sind es, hier in der Schweiz, die Traditionen und Gesetze bestimmen - auch was die Burka betrifft ... !
Genau gleich würden wir in arabisch-islamischen Ländern kaum Sonderwünsche leben dürfen, die den dortigen Normalitäten und Gesetzen widersprechen!

Also bitte integrieren und assimilieren Sie sich, liebe Araberinnen, Islamistinnen hier in unserem Land! SIE müssen sich an unsere Traditionen und Gesetze halten und NICHT WIR Ihre Lebensformen annehmen!
Musliminnen...
können mit der Burka rumlaufen, wie sie wollen.
Aber es darf sich dann auch keine beschweren, wenn sie beim Betreten der Bank Alarm auslöst oder sie selber an Flughäfen gründlich kontrolliert und in Kaufhäusern skeptisch beäugt wird. Sie können auch mit der Burka ins Freibad gehen, kein Problem.
Wenn die Burka-Trägerinnen oder ihre Ehemänner jedoch anfangen sollten, hier zu fordern, dass alle anderen Frauen auch so rumlaufen sollten und dabei auf ihre religiösen Rechte pochen, dann bedeutet das Ärger. Und zwar Ärger, der bis zur Abschiebung führen kann. Vorher aber nicht.
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