Auf Bundesratskurs
Mehrheit der Bevölkerung für Tabakwerbeverbot
publiziert: Dienstag, 25. Aug 2015 / 10:26 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 25. Aug 2015 / 11:28 Uhr
Der Bundesrat schlägt vor, Tabakwerbung auf Plakaten, in Medien sowie im Kino zu verbieten. (Symbolbild)
Der Bundesrat schlägt vor, Tabakwerbung auf Plakaten, in Medien sowie im Kino zu verbieten. (Symbolbild)

Bern - Eine Mehrheit der Bevölkerung in der Schweiz befürwortet ein Tabakwerbeverbot. Dies zeigen laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) Befragungen im Rahmen des Suchtmonitorings.

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Die Bevölkerung ist damit auf Bundesratskurs: Der Bundesrat schlägt vor, Tabakwerbung auf Plakaten, in Medien sowie im Kino zu verbieten. Auch das Sponsoring von Veranstaltungen mit internationaler Ausrichtung würde untersagt. Weiterhin erlaubt wären Werbung an Verkaufsstellen, in Fachpublikationen, Kundenmailings sowie das Sponsoring nationaler Anlässe.

In den kommenden Wochen oder Monaten wird der Bundesrat das Tabakprodukte-Gesetz ans Parlament leiten. In der Vernehmlassung stiessen seine Vorschläge auf Kritik. Der Gewerbeverband und die Organisationen der Tabak- und Werbebranche lehnen Einschränkungen ab, Präventionsorganisationen fordern ein totales Werbeverbot.

53 Prozent für totales Werbeverbot

In der Bevölkerung scheinen Verbote mehrheitsfähig zu sein: 53 Prozent befürworten ein allgemeines Tabakwerbeverbot, wie das BAG am Dienstag mitteilte. Ein Verbot mit einer Ausnahme für die Verkaufsstellen heissen gar 64 Prozent gut. Auch die Mehrheit der Raucherinnen und Raucher unterstützt diese Massnahme.

In der Westschweiz und der italienischen Schweiz würden Werbeverbote stärker unterstützt als in der Deutschschweiz, schreibt das BAG. Zudem sprächen sich mehr Frauen für ein allgemeines Verbot aus als Männer.

Höhere Preise befürwortet die Bevölkerung laut dem Bundesamt ebenfalls. 58 Prozent würden es begrüssen, wenn der Preis pro Schachtel bis in einem Jahr von heute 8.20 Franken auf 9.10 Franken steigen würde. In diesem Punkt haben Raucherinnen und Raucher eine andere Meinung. Sie lehnen die Preiserhöhung deutlich ab.

Abnehmende Wirkung von Warnbildern

Das Monitoring von 2014 zeigt laut dem BAG weiter, dass die Wirkung der Warnaufschriften und -bilder auf Zigarettenpackungen abnimmt. 2014 gaben 38 Prozent der Befragten an, dass die Warnungen sie oft oder gelegentlich dazu veranlassten, über die Schädlichkeit des Rauchens nachzudenken. 2012 waren es noch 45 Prozent gewesen.

Das Bundesamt für Gesundheit verfolgt die Entwicklung der Meinung der Bevölkerung zur Tabakwerbung seit 2004. In seiner Mitteilung weist es darauf hin, dass Tabakwerbung auf Plakaten und in Kinos in allen Nachbarländern ausser in Deutschland verboten sei. Deutschland sei neben Bulgarien das einzige Land in der EU, in dem die Aussenwerbung für Zigaretten noch erlaubt sei. Die Bundesregierung plane jedoch ein Verbot.

(cam/sda)

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