Mehrheit der US-Bürger hat Vorurteile gegen Schwarze
publiziert: Sonntag, 28. Okt 2012 / 13:59 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 28. Okt 2012 / 14:18 Uhr
Seit der Präsidentschaft von Barack Obama haben rassistische Vorurteile in den USA leicht zugenommen.
Seit der Präsidentschaft von Barack Obama haben rassistische Vorurteile in den USA leicht zugenommen.

Washington - Auch vier Jahre nach der Wahl des ersten farbigen Präsidenten hat eine Mehrheit der US-Bürger Vorurteile gegenüber Menschen mit dunkler Hautfarbe. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der Nachrichtenagentur AP. Ein Umstand, der Amtsinhaber Barack Obama Stimmen kosten könnte.

5 Meldungen im Zusammenhang
Seit 2008 haben die rassistischen Vorurteile demnach leicht zugenommen, sodass insgesamt 51 Prozent der US-Bürger nun eine deutlich ablehnende Haltung gegen Schwarze zum Ausdruck bringen. Bei einer ähnlichen Befragung vor vier Jahren waren es noch 48 Prozent.

Habe man zuvor gehofft, die Bedeutung von Rasse würde mit der Zeit abnehmen, so sehe es nun so aus, als sei der Einfluss von gegen Schwarze gerichteten Gefühle beim Wählen in etwa gleich geblieben wie vor vier Jahren, sagte Jon Krosnick, Professor an der Stanford Universität. Krosnick hatte die Umfrage mit der AP entwickelt.

Rassistische Vorurteile könnten Obama Stimmen kosten

Fachleute zeigten sich dennoch nicht überrascht von den Ergebnissen. «Wir haben diese falsche Vorstellung von einer im Werden begriffenen Gleichheit, und davon, dass sich Dinge in einem einzigen grossen Schritt vollziehen.

Aber so hat Geschichte nie funktioniert», sagte Jelani Cobb, Professor für Geschichte und Direktor des Instituts für Afrikanisch-Amerikanische Studien an der Universität von Connecticut. «Wenn wir Fortschritt gesehen haben, haben wir auch eine Gegenreaktion gesehen.»

Netto zwei Prozent

Der Studie zufolge könnte Obama aufgrund rassistischer Vorurteile fünf Prozentpunkte seines Stimmenanteils bei der Abstimmung gegen seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney verlieren. Zugleich könnte er am 6. November nach Aussage von Wissenschaftern aber auch drei Prozentpunkte aufgrund einer schwarzen-freundlichen Haltung gewinnen.

Somit könnte der Nettoverlust aufgrund rassistischer Vorteile am Ende bei schätzungsweise zwei Prozentpunkten liegen. Das Gesamtergebnis der Studie hat eine Fehlerquote von etwa vier Prozent, durchgeführt wurde die Umfrage zwischen dem 30. August und dem 11. September.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Madrid - Die künstlerische Abbildung einer halbnackten Michelle Obama bringt ... mehr lesen
Kritiker werfen der spanischen Zeitschrift Verharmlosung der Sklaverei vor.
Shirley Sherrod wurde rehabilitiert, ihr Chef hat sich öffentlich entschuldigt und ihr eine neue Stelle angeboten.
Eine leise sprechende Schwarze mit ... mehr lesen
Washington - Falsche Rassismusvorwürfe in den USA: Eine schwarze Ministerialbeamtin wurde zur Kündigung gedrängt, weil sie ... mehr lesen
Präsident Barack Obama. (Archivbild)
Dorothy Height.
Washington - Eine der bekanntesten Bürgerrechtlerinnen der USA ist am Dienstag verstorben: Die Kämpferin gegen ... mehr lesen
New York - Der Stadtrat von New York hat das Wort «Nigger» geächtet. Danach soll das «N-Wort», wie es politisch korrekt heisst, ... mehr lesen
Die HipHop-Musik liess das «N-Wort» wieder aufleben. Eine Vertreter der Black Music: Akon («Smack That»).
Forschende aus St. Gallen und Lausanne haben sich in einer Umfrage ein Bild von der Religiosität und der Spiritualität der Menschen in der Schweiz gemacht. (Symbolbild)
Forschende aus St. Gallen und Lausanne haben sich in ...
Gesellschaft  Bern - Über das eigene Bild von Gott und das Praktizieren einer Religion entscheidet in der so genannten Ich-Gesellschaft jede und jeder für sich allein. Dies heisst es in einer Studie des Nationalfonds. 
Angezeigter Kabarettist Dieter Nuhr: Sollen Witze über Religion strafrechtlich relevant sein?
Kein Sonderschutz für religiös Beleidigte! Darf der deutsche Kabarettist Dieter Nuhr über den Islam und den Koran lachen? Ja, in einer freiheitlichen Gesellschaft muss er ...
Eidg. Abstimmung  Bern - Rund fünf Wochen vor der Abstimmung über die ...  
Für die Initiative sprechen sich vor allem die SVP-Wähler aus. (Symbolbild)
SP: «Kompatible» MEI-Umsetzung, keine Chance für Ecopop Liestal - Die SP-Delegierten wollen die Masseneinwanderungsinitiative mit ...
Die SP äussert sich zu den Initiativen. (Symbolbild)
Polizei in Bern: «zu links» punkto Justiz- und Polizeipraxis betreffend totalitärer sozialistischer Unterdrückungstradition. (Archivbild)
Regula Stämpfli seziert jeden Mittwoch das politische und gesell- schaftliche Geschehen.
Regula Stämpfli
Wo Islamismus und Kapitalismus in Harmonie ko-existieren: Saudi Arabien.
Patrik Etschmayers exklusive Kolumne mit bissiger Note.
Patrik Etschmayers
Gerichtsgebäude in Shanghai: Dringend nötige Besserstellung von Richtern und Staatsanwälten.
Peter Achten zu aktuellen Geschehnissen in China und Ostasien.
Peter Achten
Angezeigter Kabarettist Dieter Nuhr: Sollen Witze über Religion strafrechtlich relevant sein?
Skeptischer Blick auf organisierte und nicht organisierte Mythen.
Freidenker
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
Seite3.ch
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 8°C 14°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 4°C 14°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen 4°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Bern 3°C 15°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 6°C 15°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 5°C 16°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Lugano 7°C 16°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten