Mehrheit für Rauchverbot am Arbeitsplatz
publiziert: Mittwoch, 6. Sep 2006 / 14:16 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 6. Sep 2006 / 18:30 Uhr

Bern - Gesetze zum Schutz vor Passivrauchen kommen gut an. Nach einer Umfrage wünschen sich 90 Prozent der Schweizer klare Vorschriften, um die Bevölkerung vor dem blauen Dunst zu schützen.

Die Mitarbeiter wollen Raucherräume.
Die Mitarbeiter wollen Raucherräume.
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Grosse Zustimmung findet ein gesetzliches Rauchverbot am Arbeitsplatz mit der Möglichkeit, Raucherräume einzurichten: Über 78 Prozent der Befragten sind für eine solche Regelung, die auch in Restaurants gelten würde. Dies teilte die Stiftung pro aere mit, in deren Auftrag die Umfrage durchgeführt wurde.

Von einer solchen Regelung könnte auch die Gastronomie profitieren: Ein Viertel der Befragten würde häufiger in rauchfreien Restaurants und Bars konsumieren, nur knapp 10 Prozent würden weniger oft hingehen.

Ein Viertel für Totalverbot

Weniger deutlich fällt die Zustimmung für ein vollständiges Rauchverbot in öffentlichen Räumen aus. Nur knapp jeder Vierte Befragte unterstützt ein Totalverbot. Noch weniger gut kommt eine Sonderregelung für Restaurants an. Bloss 10 Prozent möchten den Restaurants in einem separaten Gesetz längere Übergangsfristen einräumen, wie dies der Wirteverband Gastrosuisse fordert.

Über eine gesetzliche Regelung zum Schutz vor Passivrauchen herrscht über alle parteipolitische Gräben hinweg Einigkeit: Im ganzen politischen Spektrum liegt die Zustimmung um 80 Prozent.

Dieser breite Konsens dürfte die laufenden Gesetzgebungsarbeiten im eidgenössischen Parlament begünstigen. Am Donnerstag will die Gesundheitskommission des Nationalrats die parlamentarische Initiative von FDP-Nationalrat Gutzwiller (ZH) behandeln, mit der ein generelles Rauchverbot am Arbeitsplatz eingeführt werden soll.

Tote und hohe Kosten

Nach einem Bericht des Bundesrats finden in der Schweiz wegen Passivrauchens jedes Jahr rund 400 Menschen einen verfrühten Tod. Zudem werden dadurch Kosten von einer halben Milliarde Franken verursacht.

Die Umfrage im Auftrag von pro aere wurde von Koso, Institut für Konsumenten- und Sozialanalyse in Basel, durchgeführt. Zwischen dem 23. und dem 30. August 2006 wurden 1066 Personen in der Deutschschweiz und in der Romandie befragt.

(fest/sda)

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