Mehrheit für SVP-Einbürgerungsinitiative
publiziert: Freitag, 25. Apr 2008 / 19:08 Uhr / aktualisiert: Freitag, 25. Apr 2008 / 21:30 Uhr

Zürich - Sechs Wochen vor der Volksabstimmung vom 1. Juni zeigt eine SRG-Befragung eine relative Mehrheit für die Einbürgerungsinitiative der SVP. Zum Gesundheitsartikel sind die Meinungen noch nicht gemacht. Wenig Zuspruch findet die Initiative Behördenpropaganda.

Gemäss Umfrage unterstützen 41 Prozent der Grünen die Abstimmung.
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Wäre bereits am vergangenen Sonntag abgestimmt worden, hätten 48 Prozent die SVP-Initiative «für demokratische Einbürgerungen» angenommen. 37 Prozent hätten diese verworfen. 15 Prozent waren unentschlossen.

Die Wählerschaft der SVP befürwortet das Begehren mit 74% Ja gegen 17% Nein (Rest Unentschlossen). An der Basis der FDP würden 57% dafür stimmen und 31% dagegen. Bei den CVP-Wählenden würden 50% Ja sagen und 35% Nein.

Bei den SP-Wählenden würden 53% Nein sagen und 35% Ja. Bei den Grünen wären es 48% Nein gegen 41% Ja.

Nach Sprachregionen betrachtet wollen in der Deutschschweiz 49% für die Initiative stimmen, 37% dagegen, 14% sind unentschlossen. Mit 43% Ja und 42% Nein halten sich die Stimmabsichten in der Romandie die Waage. Im Tessin gibt es 48% Ja und 21% Nein.

Kaum Mehrheit für Maulkorb-Initiative

Die von rechtsbürgerlichen Kreisen lancierte Volksinitiative «Volkssouveränität statt Behördenpropaganda» hat einen schweren Stand: 57% lehnten das Begehren in der Befragung ab, 27% stimmten ihm zu. Über 80% fanden, das Stimmvolk habe das Recht, über die Haltung des Bundesrates vor Abstimmungen informiert zu werden.

In allen Wählerschaften der Parteien SP, CVP, FDP und der Grünen wird die Initiative mit absoluter Mehrheit abgelehnt. Bei der SVP, die als einzige grosse Partei das Begehren stützt, überwiegt die Zustimmung an der Basis mit 44% Ja gegen 38% Nein.

Für den Verfassungsartikel «für Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Krankenversicherung» sprachen sich 62% aus, 18% hätten ihn abgelehnt. Allerdings ist die Zahl der Unentschlossenen bei dieser Vorlage mit 20% relativ hoch.

Die Umfrage wurde zwischen dem 14. und dem 19. April 2008 bei 1207 stimmberechtigten Personen in allen Landesteilen durchgeführt.

(bert/sda)

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